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Drei Länder setzen ein Zeichen für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr

Martina Gahleitner, 16.06.2016 06:15

BEZIRK ROHRBACH. Zum dritten Mal findet am Samstag, 18. Juni, der „Tag der Dreiländer-Verkehrsvernetzung“ statt. Damit zeigen die Veranstalter auf, dass hinsichtlich grenzüberschreitendem öffentlichen Verkehr noch Nachholbedarf besteht.

Die Mühlkreisbahn ist wesentlicher Bestandteil des Öffi-Netzes in der Dreiländer-Region.
Die Mühlkreisbahn ist wesentlicher Bestandteil des Öffi-Netzes in der Dreiländer-Region.

Mehr als 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sind grenz­überschreitende öffentliche Personenver­kehrsverbindungen noch immer Mangel­ware. Zwischen Waldkirchen in Bayern und Aigen-Schlägl existiert beispielsweise keine öffentliche Verkehrslinie. Und auch hinüber nach Süd­böhmen, nach Nové Údolí (Neuthal), verkehren mit Ausnahme der Ilztalbahn-An­schluss­bus­se keine Verbindungen im Linienverkehr – in Haidmühle ist Schluss,­ 1,6 Kilometer Verbindung fehlen.

„Es ist grotesk, dass für Bahn- und Busreisende die früheren Staatsgrenzen auch im vereinten Europa heute noch eine große Hürde darstellen“, begründen die Initiatoren (Ilztalbahn GmbH, sunnseitn Kulturentwicklung und die Plattform ZUGKUNFT Mühl­kreis­bahn) ihren Vorstoß. Schon zum dritten Mal laden sie gemeinsam mit böhmischen Aktiven zu einem Tag im Zeichen des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs.

Mühlkreisbahn stärken

Die Mühlkreisbahn ist dabei wesentlicher Bestandteil der Mobilität in der Europaregion. Neben der Bewältigung des täglichen Pendler- und Schülerverkehrs bildet der touristische Verkehr ein bedeutendes und zukunftsorientiertes Standbein der Regionalbahn. Der Ausbau und die Vernetzung der Bahn- und Buslinien in der Böhmerwaldregion tragen somit maßgeblich zur wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung bei. „Wir fordern daher die sofortige Modernisierung und Beschleunigung der Bahnlinie und die trilaterale Zusammenarbeit der betroffenen Regionen zur Erstellung eines zukunftsfähigen vernetzten Verkehrssystems“, so die Veranstalter.

Programm am 18. Juni

Zentraler Treffpunkt beim Tag der Dreiländer-Verkehrsvernetzung am Samstag, 18. Juni, ist um 12.30 Uhr bei der Kirche Zadní Zvonková (Hinterglöckelberg). Von dort wird entlang des Schwarzenbergkanals zur Fähre gewandert und mit dieser nach Horní Planá übergesetzt. Am Bahnhof Horni Plana steht die Verlesung der Proklamation zur Dreiländer-Verkehrsvernetzung auf dem Programm.

Anreise ist mit der Mühlkreisbahn möglich: Linz Urfahr ab 9:29 Uhr, Aigen-Schlägl an 11:01 Uhr, weiter mit Transferbus, Wanderung nach Hinterglöckelberg. Rückfahrt: ab Horní Planá um 17:57 Uhr, Zugfahrt nach Nové Údolí, Transfer zur Mühlkreisbahn, Aigen-Schlägl ab 19:44 Uhr.

Bei schlechtem Wetter steht ein Bus zur Verkürzung der Wanderstrecken bereit.


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