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AIGEN-SCHLÄGL. Eine Hommage an 800 Jahre Kunst und Kultur im Stift Schlägl, ist die Sonderbriefmarke, die heute vorgestellt wurde. Diese findet nicht nur in den Sammlungen vieler Philatelisten Einzug, sondern geht als Botschaft aus dem Stift Schlägl auch in die Welt hinaus.

  1 / 15   v.l.: Abt Martin Felhofer, Martina Prinz vom Philatelie-Team der öst. Post AG, Künstlerin Kirsten Lubach und Vereinsobmann Otmar Puchner. Foto: Gahleitner

An die 600 Weihnachtskarten schickt die Abtei rund um die Welt – von Amerika, Brasilien bis Indien, informierte Abt Martin Felhofer. Er  hat sich deshalb schon eingedeckt mit der Sonderbriefmarke, die es in einer Auflage von 350.000 Stück zu je zehn Stück Kleinbögen gibt. Als Sujet zeigt die 80 Cent-Marke das Stift Schlägl in einer Ansicht aus dem Jahr 1856, nachdem das Kloster nach einer Brandkatastrophe wieder aufgebaut worden ist. Gestaltet wurde diese von Künstlerin Kirsten Lubach.

Heimstätte der Kultur

„Es ist ein Gruß des Mühlviertels in alle Teile Österreichs und weit darüber hinaus und ein gewichtiger Beitrag zum Jubiläumsprogramm“, lobte Alt-Bischof Maximilian Aichern, selbst aktiver Philatelist, die Initiative des Briefmarkenvereins Oberes Mühlviertel. „Schlägl verdient es sich, auch auf diese Weise präsent zu sein.“

Auch Landeshauptmann a.D. Josef Pühringer stellte sich zur Eröffnung des Sonderpostamtes ein und betonte: „Das Stift Schlägl hat in der Vergangenheit und Gegenwart Großes für die Region geleistet und ist auch eine Heimstätte der Kultur.“ Das Jubiläum werde nun mit dieser Briefmarke als besonderes Ereignis hinausgetragen.

Bezahlung für den Boten

Einen Einblick in eine Zeit, als es noch keine Briefmarken und keine Postämter gab, gab Stiftsbibliothekar und Archivar Petrus Bayer. Vor allem das Jahr 1648, das letzte Jahr des 30-jährigen Krieges, war ein Jahr mit viel Schriftverkehr, in dem auch die Nachricht vom westfälischen Frieden verbreitet wurde. „Für die Kommunikation war man auf Boten angewiesen. Ein Brief brauchte nach Linz einen Tag, nach Passau zwei Tage – aber nicht alle Briefe kamen an“, erinnerte Petrus Bayer. Die Briefmarke sollte die Bezahlung des Boten sicherstellen.


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