Grüne wollen mehr Tempo für die Mühlkreisbahn
BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Weil sich beim Öffentlichen Verkehr nur beim zuständigen Personal etwas getan hat, nicht aber in der Sache an sich, haben die Grünen einen Fahrplan für den Öffi-Ausbau in Oberösterreich erstellt. 260 Millionen Euro sollen bis 2022 investiert werden - und auch auf die Mühlkreisbahn soll eine Stück vom Budgetkuchen abfallen.

In ihrem Forderungskatalog an die neue Bundesregierung weisen die Grünen darauf hin, dass die Mühlkreisbahn von Linz-Urfahr bis Aigen-Schlägl politisch aufs Abstellgleis geschoben wurde, während die Straße über die Jahrzehnte laufend ausgebaut wurde. “Über die Jahrzehnte wurden immer nur Pläne, Plakate und Broschüren gedruckt. Es war eine City-S-Bahn geplant, dann wurde die Umstellung auf ein Regio-Tram System in Schmalspur geplant und verkündet und jetzt nach der angeblich letzten und x-ten Systementscheidungs- bzw. Vergleichstudie ist der jetzt zuständige blaue Landesrat Steinkellner wieder zurück auf die Normalspur gegangen. Er möchte eine Light-Rail Variante, die über die neue Eisenbahnbrücke und die 2. Schienenachse in Linz in den Hauptbahnhof Linz eingebunden werden soll“, fasst NRW-Kandidatin Gabriele Moser zusammen.
Es fehlt der Glaube
Die Grünen unterstützen den zuständigen Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) bei seinen Plänen, aber „uns fehlt der Glaube und das Vertrauen, dass es diesmal ernst gemeint ist und ein Betrieb der Bahn bis Aigen-Schlägl garantiert werden kann“, sagt Moser. Sie fordert mehr Engagement der Landespolitik, um endlich zu einer Entscheidung über die Zukunft der Mühlkreisbahn zu gelangen: „Man muss endlich den Bund als auch Stadt Linz in die Pflicht nehmen, das jahrzehntelange Nichtstun beenden und endlich mit der Attraktivierung der Mühlkreisbahn beginnen.“
Das Schicksal der Mühlkreisbahn ist eng mit dem Schicksal des Öffentlichen Verkehrs in Linz verknüpft. Genauso wie bei der Mühlkreisbahn würden die Planungen im Wesentlichen seit 2011 stehen. „Ohne eine klare Perspektive für die Regionalbahnen wird die Verkehrsmisere in Linz nicht zu beenden sein“, ergänzt die Grüne-Politikerin.
260 Millionen als Investitionsturbo
Was es laut den Grünen jetzt braucht? 260 Millionen Euro, die in den nächsten Jahren als Investitionsturbo für den Öffentlichen Verkehr eingesetzt werden sollen. Moser abschließend: „Auch der Rechnungshof monierte wiederholt den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. Bislang wurde auf Bundesebene kein ÖPNRV–Monitoring realisiert. Damit fehlten wesentliche Voraussetzungen, um den Mitteleinsatz auf Ebene aller Gebietskörperschaften effizient und wirkungsorientiert zu steuern.“


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