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ALLENTSTEIG. Es wird nicht ruhig um die Wölfe in Allensteig. Wie das Österreichische Bundesheer bestätigte, gab es heuer erneut Nachwuchs: Sechs weitere Wolfsbabys zählen nun zum Rudel, das bereits zwei erwachsene ansässige Tieren sowie drei noch verbliebene Jungwölfe aus dem Vorjahr umfasst. Man geht mit großer Wahrscheinlichkeit nun von elf Wölfen aus.

Symbolfoto: Vowe
Symbolfoto: Vowe

Christian Pichler, WWF-Artenschutzexperte, zum Nachwuchs: „Das ist nicht nur für den heimischen Artenschutz ein großer Gewinn, auch die Populationen der Nachbarländer werden langfristig davon profitieren. Denn Österreich spielt eine wichtige Rolle als Schnittstelle der europäischen Wolfspopulationen.“

„Im Begriff, sich dauerhaft anzusiedeln“

Soviel steht fest: Der Wolf ist im Begriff sich nach über 100 Jahren Abwesenheit wieder dauerhaft in Österreich anzusiedeln. Der erneute Nachwuchs zeigt, dass der Wolf in Österreich einen geeigneten Lebensraum vorfindet, um sich langfristig zu etablieren. „Der Mensch muss wieder lernen, sich den Platz mit dem Wolf zu teilen. Trotzdem muss man die Sorgen der betroffenen Interessensgruppen wie Jäger, Forstleute und Bauern ernst nehmen und gemeinsam Lösungen für ein konfliktfreies Zusammenleben erarbeiten“, so Pichler. Schätzungen zufolge fressen die Wölfe, die sich im Vorjahr auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig angesiedelt haben, derzeit eineinhalb Rotwildkälber pro Tag, 

Der WWF fordert die Politik, hier entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und fundierte Aufklärungsarbeit, Finanzierungsmodelle für den Herdenschutz und eine bessere Schadensabgeltung möglich zu machen.

„Miteinander zwischen Wolf und Mensch möglich“

„Der Wolf ist in Allentsteig wieder zuhause und steht unter strengem Schutz. Die Wölfe fühlen sich bei uns sichtlich wohl. Das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport nimmt seine Aufgabe wahr und geht verantwortungsvoll mit dem Thema Naturschutz um. Das Bundesheer zeigt am TÜPl Allentsteig vor, dass bei entsprechender Bereitschaft von allen Interessensgruppen ein Miteinander zwischen Mensch und Wolf möglich ist.“, so Ministerialrat Ottokar Jindrich, Leiter des Referats für Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit beim Österreichischen Bundesheer.


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