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ALTENFELDEN. Verabscheuungswürdig, feig und menschenfeindlich: Das ganze Land reagiert schockiert nach dem Brandanschlag auf das neu gebaute Haus für Flüchtlingswerber in Altenfelden. Das Quartier soll am selben Ort so schnell wie möglich wieder aufgestellt werden. Am Sonntag findet dort auch eine Solidaritätskundgebung statt.  

Das blieb vom neu gebauten Asylwerberhaus in Altenfelden. Am Sonntag findet gleich neben der Brandstätte (vor dem Altstoffsammelzentrum) eine Solidaritätskundgebung statt. Foto: Gahleitner

Das Holzhaus war fertig eingerichtet, heute hätte die Übergabe stattfinden, nächste Woche die ersten von maximal 48 Asylwerbern einziehen sollen. Heute, einen Tag nach dem Brandanschlag, erinnert nur mehr ein Haufen aus verbranntem Holz und Schutt an das fertige Gebäude und auch dieser wird im Laufe des Tages weggeräumt. Unterkriegen lassen will man sich allerdings nicht, wie Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) noch gestern bestätigte: „“Der oder die Täter wollen offensichtlich Angst verbreiten - wir lassen uns aber nicht einschüchtern und setzen alleine dadurch ein Zeichen, dass das Quartier an derselben Stelle wieder errichtet werden wird.“ Sein Appell geht an alle, die immer wieder rhetorische Stimmungsmache gegen Menschen auf der Flucht betrieben haben: „Schluss damit! Nur allzu rasch kann aus verbaler Gewalt eine tatsächliche Gewalt werden.“

In der Gemeinde Altenfelden wird die Entscheidung, das Flüchtlingsheim wieder aufzubauen, mitgetragen. „Ich vertrete christliche Werte und war immer dafür, Menschen, die Schutz und Hilfe brauchen, diese auch zu geben“, sagt Bürgermeister Klaus Gattringer.

Solidarität gegen Hass

Die Sozialistische Jugend lädt ein, den (geistigen) Brandstiftern mit Solidarität gegenüberzutreten. Am Sonntag, 5. Juni, findet um 16 Uhr eine Kundgebung vor dem Altstoffsammelzentrum, also direkt neben der Brandstätte, statt. „Nach diesem Brandanschlag können wir nicht mehr schweigen. Das war nicht nur ein Anschlag auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft, sondern auch auf ein aufgeschlossenes Altenfelden des Zusammenhaltens“, heißt es in ihrer Ankündigung.

5000 Euro Belohnung

Um den Täter zu finden wurde von der Polizei eine Ermittlungsgruppe gebildet, der Ermittler des Landeskriminalamts, des Landesamtes für Verfassungsschutz und Ermittler aus dem Bezirk Rohrbach angehören. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der oder des Täters führen, lobt die Landespolizeidirektion Oberösterreich bis zu 5000 Euro aus. Hinweise bitte an die Hotline 059133-40 33 33 oder an jede Polizeidienststelle.


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