Berglandmilch als energieeffizienter Vorzeigebetrieb ausgezeichnet

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Michaela Aichinger Tips Redaktion Michaela Aichinger, 30.06.2022 08:25 Uhr

ASCHBACH/NÖ. Im Rahmen des zweiten Austrian Sustainability Summit, einer Veranstaltung des Business Circle, wurden 18 heimische Betriebe für ihr Engagement in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz durch klimaaktiv, die Klimaschutzinitiative des Klimaschutzministeriums (BMK), ausgezeichnet. Unter den Prämierten findet sich auch Berglandmilch eGen.

In Summe sparen die prämierten Betriebe durch umgesetzte Maßnahmen jährlich 42 Millionen kWh an Strom und Wärme ein. Das entspricht einer Einsparung von rund 5.990 Tonnen CO2, heißt es in einer Aussendung des Klimaschutzministeriums.

Betriebe setzen umfassende Maßnahmen

Von der optimierten Drucklufterzeugung, über Wärmerückgewinnung bis hin zur Umstellung auf Biomasse wurden in den ausgezeichneten Betrieben umfassende sowie innovative Maßnahmen zur Einsparung von Energie und CO2 gesetzt. Für Berglandmilch sei eine ressourcenschonende Verwendung von Energie ein wichtiges Anliegen. Neben betriebswirtschaftlichen Aspekten gehöre der sorgsame und sparsame Umgang mit allen Energieträgern zur Unternehmenskultur. Das betreffe die gesamte Wertschöpfungskette und sei vor allem in den Werken gelebte Praxis.

Mehrweg-Glasflasche

Im Bereich der Prozessanlagen und der Medienversorgung werde daher laufend an Optimierungsmaßnahmen gearbeitet. Zur Steigerung der Energieeffizienz seien speziell in den letzten Jahren Wärmerückgewinnungssysteme errichtet worden, die ständig beobachtet und verbessert würden. Nachhaltigkeit sei im unternehmerischen Denken bei Berglandmilch verankert und spiegele sich in zahlreichen Maßnahmen wider. Produktseitig zeige das beispielsweise die im März 2020 eingeführte Milch in der Mehrweg-Glasflasche, die am Standort Aschbach und Wörgl abgefüllt und in einer modernen Flaschen-Waschanlage gereinigt wird.

100 Prozent Wasserkraft

Derzeit werde das Werk in Aschbach mit 100 Prozent Wasserkraft elektrisch versorgt. Zusätzlich sollten alle verfügbaren Dachflächen mit PV belegt werden. 2021 wurde eine 247 kWp Anlage errichtet.Da die älteren Dachflächen statisch nicht geeignet sind, konnte nur ein Teil der der neueren Zubauten belegt werden. Der derzeitige Wärmebedarf (großteils Prozesswärme) werde zu 100 Prozent mit Erdgas abgedeckt.

Ausblick

2023 werde in der derzeit neu errichteten betrieblichen Abwasserreinigungsanlage eine Biogasanlage errichtet. Das dann erzeugte Biogas (2 MWh) werde in einem bestehenden Erdgaskessel verfeuert. Bis 2024 soll zusätzlich ein mit Biomasse befeuerter Dampfkessel installiert werden - derzeit geplante Leistung 8 MW. Mit Biogas und Biomasse sollen ca. 90 Prozent des Erdgases substituiert werden. Der bestehende Erdgaskessel bleibe zur Spitzenlastabdeckung und als Notfallreserve. Laufende Prozessoptimierungen sollen den Energieeinsatz weiter reduzieren. Durch Hochtemperaturwärmepumpen soll der Energieeinsatz von Biogas und Biomasse auch noch reduziert werden.

Weitere Meilensteine

Weitere Meilensteine am Standort Aschbach bis 2030 seien laufende Prozessoptimierungen, um den Energieeinsatz weiter zu senken sowie eine Kampagne zur Mitarbeiter-Mobilität.

Statement Leonore Gewessler

„Wir müssen so rasch wie möglich Energie-Abhängigkeiten und Erpressbarkeit im Bereich fossiler Energieträger beenden und unseren Wirtschaftsstandort zukunftsfähig und krisenresistenter machen. Dafür braucht es genau jenes Engagement, das die prämierten Betriebe an den Tag legen. Sie sind wunderbare Vorzeigebeispiele, wenn es um den Einsatz von erneuerbaren Energien oder um wirkungsvolle Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz geht. Denn die beste Energie oder Kilowattstunde ist noch immer jene, die wir nicht verbrauchen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

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