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ARDAGGER. Das Gemeindegebiet von Ardagger umfasst die vier Katastralgemeinden Ardagger Markt, Ardagger Stift, Kollmitzberg und Stephanshart. In nächster Zukunft sind einige Projekte geplant beziehungsweise werden bereits umgesetzt.

Ein Blick von oben auf die Gemeinde Ardagger Markt. (Foto: Rudolf Schnabel)
Ein Blick von oben auf die Gemeinde Ardagger Markt. (Foto: Rudolf Schnabel)

Wesentliche Neuerungen gibt es im Bildungsbereich: Ab September 2025 werden die Volksschul-Standorte Kollmitzberg und Stephanshart zu einem Standort in Ardagger Stift zusammengelegt. Es wird eine gemeinsame achtklassige Volksschule geben. Dieses Projekt soll sowohl für Eltern als auch für Lehrer und Schüler deutliche Verbesserungen bringen.

Die acht Klassen werden durch die Aufstockung um zwei Geschoße über dem „Zwergerlgarten“ ermöglicht. Zusätzlich zur Aufstockung wird hinter der bestehenden Volksschule dazugebaut. Dort entstehen eine „Reserveklasse“, eine Küche und Räume zur Mittagsverpflegung.

Gleichzeitig wird der Zubau auch eine Gangverbindung zwischen der Volks- und Mittelschule ermöglichen. Weiters gibt es zusätzliche Gruppenräume und verbesserte Möglichkeiten für die Nachmittagsbetreuung. Für die Barrierefreiheit wird eine Liftanlage eingebaut und mittels einer Brückenlösung ein ebenerdiger Ausgang in den Garten geschaffen.

Die Planung berücksichtigt die Kooperation und flexible Raumnutzung zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen: Volksschule, Kinderbetreuung, Musikschule, Mittelschule und Nutzer der Turnsäle durch Vereine und Private.

Neue Nahversorgung

Weiters entsteht bei der Mittelschule Ardagger eine neue Nahversorgung: Die Marktgemeinde hat mittlerweile mehr als 3.500 Einwohner mit Hauptwohnsitz. Für die gesamte Gemeinde gab es mit dem Kaufhaus Moser in Ardagger Markt seit einigen Jahrzehnten nur mehr einen einzigen klassischen Lebensmittelnahversorger.

Die Pensionierung von Franz Moser hat eine völlige Neuorientierung ausgelöst und schließlich zum Projekt beim Schulzentrum geführt. Die Familie Seba führt das Kaufhaus Moser solange weiter, bis der neue Standort fertig ist. Laufen soll alles unter der Marke Adeg.

Über dem neuen Nahversorger sollen auch Wohnungen Platz finden – ein Teil davon als „Betreubare Wohnformen“. Geplanter Baubeginn ist spätestens Mitte 2023 mit einer voraussichtlichen Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren.

Auch für den bisherigen Standort Moser wird nach Umsetzung des Projektes nach einer „Nachnutzung“ gesucht. Die Palette der Überlegungen reicht von Gesundheitsdienstleistungen bis zu einem kleinen Selbstbedienungsladen, der an den großen Nahversorger organisatorisch angekoppelt ist.

Glasfaser

Schnelle Glasfaserleitungen bis zu jedem Haus: Das ist in Ardagger Realität. Mit Jahresende 2023 sind mehr als 1.070 Anschlusspunkte (Liegenschaften, Häuser oder Wohnungen) an das Netz aktiv angeschaltet. Weitere 216 Liegenschaften haben unmittelbar die Möglichkeit, anzuschließen, weil das Glasfasernetz direkt an ihrem Haus oder der Liegenschaft vorbeiführt.

Das Leerrohrnetz hat die Gemeinde selbst ausgebaut. Sie betreibt es jedoch nicht selbst, sondern hat sich Profifirmen aus der Telekommunikation an Bord geholt und sich wechselseitig mit langfristigen Verträgen gebunden.

Das gemeinsame Ziel war und ist ein garantiert ausfallsicherer, leistungsfähiger und in allen Belangen professioneller Betrieb des Netzes für die Bürger. Aktuell versorgt die Gemeinde Ardagger auch Randbereiche der Nachbargemeinden Viehdorf, Amstetten und Zeillern mit.

Leitbild-Prozess

Die Gemeinde Ardagger hat auch einen Leitbild-Prozess gestartet, der sich aktuell in der Umfrage-Phase befindet. Noch bis 15. Mai sind Bürger aufgerufen, ihre Meinungen und Ideen zur Zukunft der Gemeinde kundzutun. Die Entwicklung des neuen Leitbildes wird etwa ein halbes Jahr dauern. Maßgeblich beteiligt sind die Dorferneuerungsvereine.

Die Ergebnisse der Umfrage sowie die Erkenntnisse aus den Expertenrunden und Diskussionen werden in einer größeren Bevölkerungsrunde präsentiert und anschließend in Ortsrunden in Ardagger Markt, Ardagger Stift, Kollmitzberg und Stephanshart diskutiert. Ziel ist es, ein Leitbild zu entwickeln, das von vielen unterstützt wird und mit dem sich viele identifizieren können.

Weitere Informationen auf www.ardagger.gv.at


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