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ANDORF. Mit 16 Jahren beginnt sie einen Roman zu schreiben. Vier Jahre später ist ihr Erstlingswerk „Schneerot“ geboren. Teil zwei der Trilogie, „Rosengrau“, erscheint wenig später. Unter dem Pseudonym Anna Lane werden ihre Bücher nun neu verlegt. Warum sie unter einem Pseudonym schreibt und wie es mit der Trilogie weitergeht, erzählt die Autorin im Tips-Interview.

Autorin Anna Lane aus Andorf Foto:Simona Kehl Fotografie
  1 / 2   Autorin Anna Lane aus Andorf Foto:Simona Kehl Fotografie

Tips: In letzter Zeit hat sich bei Ihnen vieles verändert. Das wohl Bedeutendste ist Ihr Autorenname: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie zu Anna Lane geworden sind?

Anna Lane: Schon vor meiner ersten Veröffentlichung habe ich überlegt, ob ich ein Pseudonym verwenden sollte. Um ehrlich zu sein, ist mir damals keines eingefallen, das gut gepasst bzw. mir gefallen hätte. Bei dem Verlagswechsel hatte ich dann die Chance, noch einmal 'neu anzufangen', und habe mich für Anna Lane als mein Pseudonym entschieden. Da ich einen Namen wollte, der mir lange gefällt und den ich auch gern auf meinen Buchcovers sehen möchte, bin ich nahe an meinem richtigen Namen geblieben. Lane habe ich von meinem zweiten Vornamen abgeleitet.

Tips: Die zweite Veränderung ist, dass Ihre Werke von einem neuen Verlag übernommen wurden: Wie ist es dazu gekommen?

Lane: Leider ist im Vorjahr der Verleger meines alten Verlages überraschend verstorben. Eine Autorenkollegin hat dann Kontakt zum Amrûn-Verlag aufgenommen, dessen Verleger die Idee für ein neues Label mit jungen Autoren hatte. Es freut mich sehr, dass ich als Erste unter dem Calad-Verlagslabel veröffentlichen durfte.

Tips: „Schneerot“ und auch „Rosengrau“ werden überarbeitet: Wie sieht diese Überarbeitung aus?

Lane: Neben dem Cover und dem Reihentitel wurde auch der Inhalt noch einmal korrigiert und lektoriert. Das heißt, dass alle Seiten noch einmal auf Rechtschreibfehler und der Plot noch einmal auf Spannungen in der Logik überprüft wurde. Nachdem meine Lektorinnen ihre Überarbeitung abgeschlossen hatten, habe ich mir die Änderungen noch einmal angesehen.

Tips: Wie geht es Ihnen dabei, dass Ihr Werk überarbeitet wird? Ist da auch etwas Wehmut dabei?

Lane: Es war eine spannende Erfahrung, „Schneerot“ noch einmal zu lesen. Als ich das Buch geschrieben habe, war ich doch einige Jahre jünger, und ich habe in der Zwischenzeit viel gelernt, das ich nun gut anwenden konnte. Wehmut ist keine dabei, da ich ja selbst einige Seiten gestrichen und ein paar Dinge neu formuliert habe. Die Geschichte ist die gleiche, nur eben etwas überarbeitet.

Tips: Wann werden Ihre Werke im neuen Verlag erscheinen?

Lane: Das E-Book zu „Schneerot“ ist schon auf Amazon bestellbar, an der Printversion wird noch gearbeitet. Diese kann aber schon über den Amrûn-Shop auf der Verlagshomepage im Internet bezogen werden. Das Erscheinungsdatum für den zweiten Band der Trilogie ist auf Ende des Jahres festgelegt.

Tips: Der Untertitel der Trilogie heißt „Colours of Life“.

Lane: Die Idee stammt von meinem Verleger und meiner Lektorin, wobei mir Reihentitel echt gut gefallen, weil sie Zusammengehörigkeit ausdrücken und gleich ein Bild von der Geschichte vermitteln. Da die Trilogie im Dystopie-Genre angesiedelt ist, passieren natürlich Dinge, die so nur in der Fantasie stattfinden können.Trotzdem durchlaufen die Charaktere zahlreiche Emotionen und Schicksalsschläge, an denen sie wachsen. Das ist auch ein zentrales Thema in den Büchern – die verschiedenen Facetten des Lebens und die Hoffnung, dass irgendwann doch alles gut werden wird.

Tips: Der dritte Teil ist noch nicht erschienen: Sind Sie noch am Schreiben und wann kann man mit einer Veröffentlichung rechnen?

Lane: In nächster Zeit steht bei mir das Lektorat und Korrektorat von „Rosengrau“ an, dann werde ich mich intensiv dem dritten – und letzten Teil – widmen. Ich weiß schon ungefähr, wie die Geschichte enden soll, aber viele Ideen kommen erst beim Schreibprozess dazu. Eine Veröffentlichung ist für Mitte nächsten Jahres geplant.

Tips: Sie schreiben auch an einem weiteren Buch, das „Eineinhalb“ heißen wird.

Lane: „Eineinhalb“ ist ein Herzensprojekt von mir, das mit einem Einfall zum ersten Satz des Buches begonnen hat. Aus dieser allerersten Zeile sind bis jetzt achtzehn Kapitel geworden, zwanzig werden es insgesamt. Ich bin also auf der Zielgeraden. In der Liebesgeschichte geht es um Mae, die nach dem Tod ihres Freundes versucht hat, sich eineinhalb Mal das Leben zu nehmen und in eine Psychiatrie eingewiesen wurde. Dort macht sie Bekanntschaft mit dem Pfleger Sam und einem weiteren Patienten namens Derek, die beide ihr Leben auf den Kopf stellen. Veröffentlichungstermin gibt es noch keinen, da für mich momentan der Abschluss der „Schneerot“-Trilogie im Vordergrund steht.

Tips: Wo sehen Sie sich als Autorin in fünf bis zehn Jahren?

Lane: Das ist schwer zu beantworten. Aber ich würde mal sagen, ich sehe mich 'schreibend'. Meine Liebe zu Büchern ist etwas, das ich einfach in mir habe. So wie andere Menschen gerne Fußball spielen oder gut im Zeichnen sind, liebe ich es, mit meinen Charakteren mitzufiebern und mir neue Welten auszudenken. Mein Ziel ist es also, die ganzen Geschichten, die ich im Kopf habe, zu Papier zu bringen – und das sind eine Menge.


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