Schwimmunterricht kann Leben retten

Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 19.06.2019 10:51 Uhr

ATTERSEE. Jeder fünfte Badeunfall endet tödlich. Sicher schwimmen zu können kann Leben retten. Landesweit machen jährlich mehr als 15.000 Jugendliche ein Schwimmabzeichen mit dem OÖ. Jugendrotkreuz. Im Bezirk Vöcklabruck sind es 1.651 junge Menschen.  

Max hat seine Sache heute gut gemacht. Mit Stolz in den Augen betrachtet er das Frühschwimmer-Abzeichen mit dem Pinguin, das er heute bekommen hat. 25 Meter schwimmen, einen Sprung vom Beckenrand ins Wasser und fünf Baderegeln musste der Erstklässler dafür kennen.  „Weil alles klappte, darf mir meine Mama heute den Pinguin auf die Hose nähen“, freut sich Max und deutet auf seine grüne Badehose. Damit ist es offiziell: Max kann schwimmen und ist einer von rund 15.000 Schülern, die jedes Jahr ein Schwimmabzeichen beim OÖ. Jugendrotkreuz ablegen.

Schwimmunterricht von Kindesbeinen an rettet Leben

„Jedes Kind soll schwimmen können! Viele Badeunfälle wären vermeidbar“, heißt es von Birgitt Oberweger, die im Bezirk Vöcklabruck als Schwimmlehrerin freiwillig für das Jugendrotkreuz tätig ist. Für sie ist Schwimmen mehr als nur ein gesunder Sport: „Beim Anfängerschwimmunterricht sehe ich immer wieder, wie groß die Freude bei den Kleinen ist, wenn sie spüren, dass das Wasser sie trägt und sie ohne Hilfsmittel schwimmen können. Schwimmen ist eine Lebenskompetenz. Schwimmunterricht von Kindesbeinen an kann helfen, Leben zu retten.“ Neben Schwimmkursen veranstaltet das OÖ. Jugendrotkreuz seit mehr als 30 Jahren den Pinguincup: Mehr als 170.000 Volksschulkinder nahmen seit 1987 an diesem spannenden Bewerb teil.

Gute Bäder-Infrastruktur stärkt die Sicherheit in der Bevölkerung

Um die Schwimm-Kompetenzen in der Bevölkerung zu stärken, fordert das OÖ. Jugendrotkreuz den Ausbau von ganzjährig zugänglichen öffentlichen Schwimmbädern. Besonders in ländlichen Regionen reicht die Zahl der Hallenbäder oft nicht aus, um ganzjährig den Bedarf an Schwimmkursen für Schulklassen zu decken. Die Folge: Die Bäder in den Städten sind überbucht und können daher oft keine Schwimmkurse mehr annehmen. Geplante Schwimmkurse fallen wegen fehlender Infrastruktur sprichwörtlich „ins Wasser“. Eine ausreichende Bäder-Infrastruktur stärkt die Sicherheit in der Bevölkerung. „Schwimmen ist mehr als ein gesunder Sport - es ist eine Lebenskompetenz“, schließt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.

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