Aus dem Bäderzug der Grünen wird vorerst einmal nichts
ATTERSEE. Aus Sicht der Grünen gab es im OÖ. Landtag ein unverständliches Nein zum Bäderzug. „Dank ÖVP, FPÖ und SPÖ wird es auch im Sommer 2019 ein Stauchaos am Attersee geben“, heißt es.

„Die anderen Fraktionen haben offensichtlich kein Interesse daran, das sommerliche Stauchaos rund um den Attersee zu beseitigen. Sie sind nicht bereit für ein innovatives, öffentliches Verkehrskonzept und haben unseren Antrag auf Umsetzung von Bäderzug und Bäderbus abgelehnt. Das ist bedauerlich und in der Sache falsch. Damit vergibt man die große Chance, die mittlerweile prekäre Verkehrssituation am Attersee deutlich zu entschärfen. Aber wir werden nicht lockerlassen und an Lösungen im Sinne der Badegäste, Touristen und der Bewohner arbeiten“, reagiert der Grüne Klubobmann und regionale Abgeordnete für den Bezirk Vöcklabruck, LAbg. Gottfried Hirz auf die Ablehnung durch die anderen Landtagsfraktionen.
Plan: Bäderzug von Linz nach Kammer-Schörfling
Das Bäderzug-Konzept der Grünen hatte für die Sommermonate eine Zug-Direktverbindung von Linz nach Kammer-Schörfling vorgesehen, mit Stopps in Wels, Schwanenstadt, Attnang-Puchheim und Vöcklabruck. In Kammer-Schörfling sollten Badebusse bereitstehen, die rund um den See fahren und die Badegäste zu den Badeplätzen bringen. Zusätzlich sollten Schiff-Shuttles zwischen den Anlegestellen mit Badeplätzen in der Nähe verkehren. Das attraktive Preispaket sollte zwischen 10 und 15 Euroliegen, für Hin- und Rückfahrt. Unverständlich ist die Verweigerung auch für den Grünen Verkehrssprecher LAbg. Severin Mayr: „Der öffentliche Verkehr ist das einzige Instrument, um die sommerlichen Blechlawinen rund um den Attersee aufzulösen. Aber man lässt dieses Werkzeug ungenutzt. Wir haben ein richtungsweisendes Konzept erarbeitet, von dem alle profitieren würden - die Gäste, die Bewohne, die Region und die Umwelt. Die anderen Parteien lehnen ab und sorgen dafür, dass die Situation noch ärger und die Staus zu länger werden“.
Parkplätze regelmäßig überlastet
Diese Blockade geht natürlich auch stark auf Kosten der Bewohner, wie die Fraktionsobfrau der Grünen Seewalchen, Claudia Hauschildt-Buschberger betont: „Dieses Konzept hätte nicht nur die Straßen, sondern auch die Parkplätze entlastet. Diese sind seit Jahren völlig überfüllt, wodurch Gäste ihre Autos quasi wild im ganzen Ortsgebiet parken. Das sind neben Lärm und Gestank unhaltbare Zustände für die Bewohner. Es wird daher eine Lösung für das Stauchoas am Attersee geben müssen“.


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