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Bad Ischl/ZHENGZHUO. Mit einem kaiserlichen Garten beteiligt sich Bad Ischl an einer Gartenschau der Superlative im chinesischen Zhengzhou, zu der zehn Millionen Besucher erwartet werden.

  1 / 2   Die Ischler Delegation bei ihrem Lokalaugenschein in Zhengzhuo, wo man die Gartenschauvorbereitungen besichtigte.

Wenn im September die „International China Garden Expo“ in Zhengzhou eröffnet wird, ist auch die Kaiserstadt mit einem eigenen Garten vertreten. Das dortige Gelände umfasst rund 250 Hektar, zehn Millionen Besucher werden erwartet. Die „Garten Expo“ ist Teil eines aufwändigen und ehrgeizigen Stadtentwicklungs-Projekts in der Nähe des Flughafens der 8,5 Millionen Einwohnerstadt Zhengzhou. Die Gärten werden auch nach dem Ende der Schau erhalten bleiben.

Kaiserlicher Garten auf 1000 Quadratmetern

Auf rund 1000 Quadratmetern hat Christoph Hauser, Geschäftsführer der Landesgartenschau 2015 „Des Kaiser neue Gärten“ in Bad Ischl, einen kaiserlichen Garten geplant, der wesentliche Elemente der Ischler Garten- und Parkanlagen enthält: Baumreihen wie in der Esplanade, Brunnen sowie Beete aus dem Kurpark, Blauglockenbäume – die Lieblingsbäume von Kaiser Franz Josef – und die typischen Ischler Parkbänke sind Teil der Anlage und sollen beim internationalen Publikum die Sehnsucht nach einem Salzkammergut-Besuch wecken.

„Sisi & Franz“, Musik und Technologie

Eine Fotowand mit „Sisi & Franz“ lädt zu Erinnerungsfotos ein. Hörstationen lassen Musik von Johann Strauß (“Ischler Walzer“), Franz Lehár, Anton Bruckner und Johannes Brahms erklingen und machen die kulturgeschichtliche Bedeutung Bad Ischls deutlich. Ein Nachbau des Spiegelpavillons aus dem Kaiserpark soll in Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Center auf das Technologieland Oberösterreich hinweisen und Bilder aus der Tourismusregion zeigen.

Bei einem Besuch in Zhengzhou machte sich eine Delegation mit Bürgermeister Hannes Heide, Planer Christoph Hauser, Katrinseilbahn-Geschäftsführer Johannes Aldrian und Loo Chin Hui vom asiatischen Restaurant Umeko in Bad Ischl als Übersetzer vom Fortschritt des Gartenschauprojekts ein Bild. „Die Organisatoren gehen mit Präzision, Effizienz und höchster Professionalität an die Realisierung. „Bis ins letzte Detail haben sie das Gartenkonzept aus Bad Ischl für die Umsetzung vorbereitet“, so Heide.

Start für Kulturaustausch mit Zhengzhou und Xian

Auch in der 8,7 Einwohner zählenden Kulturstadt Xian besprach man bei einem Workshop Grundlagen für Tourismus- und Kulturprojekte und mögliche Initiativen für touristischerAusbildung. Für Bürgermeister Heide ist die Expo-Teilnahme jedenfalls „eine große Chance und eine konsequente Fortsetzung des Weges, den Erfolg der Bad Ischler Gartenschau und die „Entente florale“-Auszeichnung nachhaltig zu nutzen“.


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