Begeisterte Musiker auf einer märchenhaften Reise ins neue Jahr
BRAUNAU. Zum zweiten Mal wird heuer im Bezirk ein Projektorchester zusammengestellt. Nach anfänglicher Schüchternheit im vergangenen Jahr, sind heuer schon 55 begeisterte Musiker angemeldet. Der Höhepunkt ist das gemeinsame Neujahrskonzert. Am Dirigierpult steht Mattighofens Musikschuldirektor Günther Reisegger. Er und Bezirkskapellmeister Josef Esterbauer erzählen von dem Projekt.

Tips: Warum Projektorchester?
Josef Esterbauer: Die Idee ist, eine Plattform für junge, engagierte Musiker zu schaffen, in einem guten Orchester zu spielen und über den Tellerrand zu schauen. Es ist ein Angebot, ergänzend zu den Kapellen im Bezirk, welches vor allem an leistungsstarke Musiker gerichtet ist. Das Niveau der Musiker im Projektorchester geht in Richtung goldenes Leistungsabzeichen oder ist sogar vorhanden.
Tips: Nach Thomas Doss im letzten Jahr, dirigiert heuer Günther Reisegger das Neujahrskonzert. Warum?
Esterbauer: Günther war für uns die erste Adresse. Mit über 23 Jahren Erfahrung als Kapellmeister ist er ein Profi auf dem Gebiet.
Günther Reisegger: Josef ist auf mich zugekommen und ich habe ohne zu überlegen zugesagt. Hier kann ich versuchen, meine Erfahrung weiterzugeben. Vielleicht können dadurch auch neue Dirigenten gewonnen werden. Leider gibt es immer weniger, die sich zu einer Kapellmeisterausbildung entschließen. Außerdem halte ich auch die Zusammenarbeit von Blasmusikverband und Musikschulen für eine Sinnvolle.
Tips: Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?
Reisegger: Die Musikschullehrer kennen das Level ihrer Schüler und können so die Musiker dazu motivieren, beim Projektorchester mitzumachen. Auch beim Proben arbeiten wir zusammen. Josef gestaltet die Vorproben mit dem Orchester und ich übernehme dann.
Tips: Am 7. Jänner 2017 findet das Neujahrskonzert statt. Das Thema ist „Eine märchenhafte Reise“. Wie kam es dazu?
Reisegger: Beim Stöbern durch die Musikstücke habe ich mir gedacht, ein neues Jahr ist immer mit neuen Wünschen und Zielen verbunden, die vielleicht manchmal auch ein bisschen märchenhaft sind. So ist das Programm ein musikalisches Märchen mit filmhaften und bekannten Melodien geworden, die eine qualitative Musik mit Wiedererkennungswert ergeben. Mit dabei ist etwa die bekannte Melodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.
Tips: Wird es das Projektorchester in dieser Form auch die nächsten Jahre geben?
Esterbauer: Ja, es soll sich fest etablieren. Kontinuität macht Sinn für die musikalische Entwicklung. Und der Schwerpunkt des Orchesters wird das Neujahrskonzert bleiben. Es ist auch angedacht, die Dirigenten immer zu wechseln, damit es spannend bleibt. Reisegger: Es ist sehr wichtig, dass diese wechseln. Engagierte Musiker können sich von jedem etwas Gutes heraussaugen. Das Projektorchester ist ideal für jene, die einfach „etwas mehr wollen“. Das, was sie hier lernen, geben sie dann wieder ihren Musikkapellen zurück.
Tips: Erwartungen an das Projektorchester?
Reisegger: Wie im Sport, gibt es auch in der Musik Idole. Durch Vorbilder floriert die Blasmusik und man kann damit begeistern. Genau das soll das Projektorchester sein. Für das Konzert wünsche ich mir, dass viele diese märchenhafte Reise mit uns mitgehen.
Neujahrskonzert
Samstag, 7. Jänner 2017
Veranstaltungszentrum Braunau


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