Mit Technik aus Braunau erfolgreich auf der Suche nach Pulsaren
BRAUNAU. Der Braunauer Johannes Fasching ist Lehrer an der HTL Braunau und außerdem begeisterter Astronom. Mit dem Parabolspiegel der HTL, welchen er selbst entworfen hat, hat er bereits sieben Pulsare aufgespürt.

Pulsare sind Neuronensterne, die nach einer Supernova-Explosion entstehen können und unter bestimmten Voraussetzungen eine rotierende Strahlung aussenden. Die Impulse, die auf der Erde ankommen sind jedoch extrem schwach. „Man kann sich das so vorstellen, als ob man versucht, eine brennende Kerze auf dem Mond zu finden“, erklärt Johannes Fasching. Um mit dem Parabolspiegel der HTL Braunau die Impulse überhaupt sichtbar machen zu können, wird zuerst die Antenne auf die vorausberechnete Position des Pulsars gerichtet, die Bewegung des Sterns verfolgt und dann das aufgenommene Signal auf den PC gespeichert. Im Anschluss folgt eine Nachbearbeitung mit spezieller Software, ehe der Pulsar entsprechend geortet werden kann. Dessen Signal trifft, ähnlich einem Leuchtturm, etwa im Sekundenrhythmus auf die Erde.
„Wir haben mit unserer Anlage bereits sieben Pulsare eindeutig identifizieren können. Den stärksten in unseren Breiten aufnehmbaren Pulsar, B0329+54, der 3460 Lichtjahre entfernt und etwa 5 Millionen Jahre alt ist, können wir bei jedem Versuch problemlos aufnehmen. Die Anlage an der HTL Braunau dürfte wohl zurzeit die einzige in Österreich sein, mit der Radioastronomie in doch schon etwas gehobenem Bereich betrieben wird“, berichtet der Techniker, der viel Zeit und Arbeitskraft in seine hochinteressante Forschung steckt.


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