Braunauer Alleinerzieherinnen stärken sich gegenseitig den Rücken
BRAUNAU. Der Weltfrauentag am Donnerstag, 8. März, bildet den Auftakt zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts. Doch was hat sich für die Braunauer Frauen seither verändert? Die Frauenberatungsstelle Frau für Frau hat im Oktober 2011 einen Schritt in Richtung Zukunft gemacht und eine Gruppe für Alleinerzieherinnen gegründet, die Beruf und Familie vereinen.

Am 12. November 1918 wurde für Frauen in Österreich das allgemeine Wahlrecht eingeführt. Seither ist die Akzeptanz gegenüber Frauen, die sich für Karriere und Familie zugleich entscheiden, zwar gestiegen, trotzdem gibt es immer noch Lücken. Doch eine dieser Lücken füllt die Braunauer Frauenberatungsstelle Frau für Frau, die seit Oktober 2011 regelmäßige Gruppentreffen für Alleinerzieherinnen organisiert. Das Ziel ist es, alleinerziehenden Frauen die Möglichkeit zu bieten, sich unter professioneller Begleitung auszutauschen und verschiedene Themen zu diskutieren, wie zum Beispiel Karenzmanagement, Wiedereinstieg ins Berufsleben und Kinderbetreuung.
Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Aus der Sicht der alleinerziehenden Frauen besteht die finanzielle Notwendigkeit, Beruf und Familie zu vereinen. „In den letzten 100 Jahren ist die Erwerbstätigkeit von Frauen und Müttern viel selbstverständlicher geworden. Aber es gibt immer noch nicht genügend öffentliche Unterstützung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, meint Monika Krahwinkler, Geschäftsführerin der Frauenberatungsstelle Braunau. Als Grund dafür sieht sie die mangelnde Gleichberechtigung und den Einkommensunterschied zwischen Männer- und Frauenberufen. Um eine Karriere und das Großziehen von Kindern als alleinerziehende Mutter unter einen Hut zu bringen, ist eine gute Kinderbetreuung ab dem Kleinkindalter notwendig. „In der Braunauer Krabbelstube haben wir ein gutes Angebot mit bestens ausgebildetem Personal, aber es werden nicht genügend Plätze angeboten“, sagt Krahwinkler und weist auf den Verbesserungsbedarf hin. Bei einer derzeitigen Nachfrage von 50 Anmeldungen ist nur Platz für 19 Kinder. Die Nachmittagsbetreuung in Braunaus Mittelschulen ist wiederum gut ausgebaut.
Erfahrungsaustausch bei Gruppenabenden
Die Alleinerzieherinnengruppe trifft sich einmal im Monat, um Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Die Themen der Treffen richten sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen. Je nach Bedarf werden zusätzlich Kinder- und Kreativnachmittage organisiert. Informationen zur Alleinerzieherinnengruppe und zur Anmeldung gibt es auf der Homepage www.fraufuerfrau.at


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10.03.2018 12:49
Alleinerzieher
Und was macht man als alleinerziehender Vater? Ist man willkommen?