MINT-Preis für HTL-Absolventinnen
BRAUNAU. Die HTL Braunau-Absolventinnen Sarah Dreiblmeier und Alina Neuleitner wurden für ihre Diplomarbeiten mit dem VWA-MINT-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ausgezeichnet.

Die beiden hatten die vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) im Bionik-Zweig der HTL gemeinsam mit zwei Schulkollegen verfasst. Dreiblmeier entwickelte mit Peter Endl die App „Pathfinder“. Die App hilft Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ihr Ziel in Innenräumen ohne Umwege zu erreichen.
Denn während es für die Navigation draußen schon lange ein GPS zur Unterstützung gibt, ist ein solches System indoor noch relativ wenig bekannt. Für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, ist es aber eine große Erleichterung, wenn sie ihre Wege, beispielsweise in Amtsgebäuden, ohne Probleme finden und nicht umkehren müssen. Somit erhöht die App nicht nur die Effizienz, sondern auch die Lebensqualität der Nutzer. Die App wurde vom österreichischen Behindertenrat bereits als UNIKAT ausgezeichnet.
Mikroorganismen erzeugen Ammoniak
Neuleitner und Christian Eberherr fanden im Zuge ihrer Diplomarbeit „AMMON – Ammoniakerzeugung aus modifizierten Mikroorganismen“ eine nachhaltigere Möglichkeit zur Herstellung von Ammoniak. Sie veränderten dazu Cyanobakterien gentechnisch so, dass sie Ammoniak aus ihrer Zelle ausscheiden. Um das zu schaffen, führten die beiden Schüler unter anderem eine Mutagenese durch und erzeugten eine Mutation im Erbgut. Zudem nahmen sie die Steigerung der Ammoniakproduktion in den Zellen unter die Lupe. Das Projekt gewann im FH Kärnten-Wettbewerb bereits in der Kategorie „Engineering“.
500 Euro Preisgeld
Das Preisgeld in der Höhe von je 500 Euro durften die beiden Absolventinnen im Festsaal der ÖAW entgegennehmen. Da bei dem Preis nur weibliche Absolventinnen einreichen konnten, wurden nur die Mädchen ausgezeichnet.
Es konnten nur Diplomarbeiten, die mit „Sehr gut“ bewertet wurden, eingereicht werden. Sie wurden dann nach verschiedenen Kriterien beurteilt, wie Originalität, Klarheit der Forschungsfrage oder Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Insgesamt wurden 14 Schülerinnen aus ganz Österreich ausgezeichnet.


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