Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Fast 900 Jäger bei Bezirksjägertag in Aspach

Theresa Senzenberger, 05.02.2024 14:31

BEZIRK BRAUNAU. Fast 900 Jäger trafen sich zum Braunauer Bezirksjägertag. Hier wurde unter anderem einmal mehr betont, wie wichtig die Jagd für den heimischen Wald ist.

  1 / 3   Der „dienstälteste“ aller geehrten Jäger war Ludwig Scharinger aus Handenberg. Er ist seit 1954 leidenschaftlicher Jäger. (Foto: Anita Briefender)

Der Braunauer Bezirksjägertag ist der größte seiner Art in ganz Oberösterreich. Auch heuer kamen zahlreiche Jäger zum Gasthaus Danzer in Aspach, um sich auszutauschen und den Vorträgen zu lauschen.

Unter anderem sprach Bezirkshundereferent Walter Schanda über das Hundewesen im Bezirk. So gibt es aktuell 315 Jagdhunde aus 31 Rassen. Bei der Brauchbarkeitsprüfung in Schalchen konnten 13 der 15 angetretenen Hunde ihre jagdliche Brauchbarkeit beweisen.

Rehwildabschuss erfüllt

Gregor Würzinger, der Leiter der Jagdbehörde der BH Braunau, berichtete, dass der Rehwildabschuss mit 106 Prozent deutlich erfüllt wurde. Er betonte, wie sinnvoll diese Maßnahme für die heimischen Wälder ist – gerade angesichts von Sturmschäden, Schneedruck und dem Käferproblem.

Wegen einer Belastung durch Industriechemikalien (PFAS) wird aktuell empfohlen, das Fleisch von Schwarzwild nicht zu verwerten. Eine starke Bejagung sei dennoch sinnvoll, um Schäden abzuwenden. Die Situation beim Rotwild im Kobernaußerwald habe sich beruhigt, verlange aber ein sorgfältiges Miteinander aller Beteiligten.

Schritte für klimafitten Wald

Bundesrat Ferdinand Tiefnig (ÖVP) betonte, dass die 1.300 Jäger des Bezirks mit Leidenschaft für eine vorbildliche Bejagung sorgen. Grundbesitzer und Jäger seien angesichts von Schneedruck, Wind, Borkenkäfer und Klimawandel gefordert, gemeinsam Schritte für einen klimafitten Wald beizutragen. Ein gesunder Wald sei ohne Jagd nicht möglich.

Dass die Jagd ein Teil der Landeskultur, der Gesellschaft und Tradition ist und wie wichtig der respektvolle Umgang mit Wald und Wild ist, betonte Landesjägermeister-Stellvertreter Andreas Gasselsberger. Ihm zufolge wird das neue Jagdgesetz richtungsweisend.

Höhere Abschusszahlen

Über die Abschusszahlen im Jagdjahr 2022/23 berichtete Bezirksjägermeister Johann Priemaier. Mit 16 Stück Rotwild, 6.959 Stück Rehwild und 211 Stück Schwarzwild waren die Zahlen etwas höher als im Vorjahr. Im Vorjahr waren es noch zehn Stück Rotwild, 6.765 Stück Rehwild und 214 Stück Schwarzwild.

Viele Ehrungen

14 Jäger bekamen einen Goldenen Bruch. Für 60 Jahre Jagdausübung wurden vier Jäger geehrt. Ludwig Scharinger aus Handenberg bekam eine Ehrung für 70 Jahre Einsatz als Jäger. Außerdem wurden acht Ehrenurkunden, fünf Raubwildnadeln und vier Jagdhornbläser-Abzeichen vergeben.

Für musikalische Begleitung sorgte die Jagdhornbläsergruppe Schlossberg. Auf reges Interesse stieß die Trophäenschau aller Jagden aus dem Bezirk.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden