Psychische Probleme nehmen zu: Jugendzentren erweitern ihr Angebot
BRAUNAU/MAUERKIRCHEN. Angesichts der steigenden psychischen Probleme von Jugendlichen bauen die ÖGJ-Jugendzentren ihr Angebot aus.

Jugendlich leiden am Lockdown und kommen mit der sozialen Isolation schwer zurecht: Das zeigen mehrere Umfragen. Die Jugendzentren des ÖGJ (Österreichische Gewerkschaftsjugend) wollen ihnen daher vermehrt unter die Arme greifen.
Bisher wurde eine individuelle Betreuung für Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren angeboten. Dazu gibt es nun fixe Betreuungszeiten, zu denen einzelne Jugendliche oder junge Erwachsene ins Jugendzentrum kommen können. Zusätzlich haben Interessierte die Möglichkeit, Betreuer telefonisch zu kontaktieren und individuelle Beratungsgespräche zu vereinbaren.
„Die Rückmeldungen der letzten Monate haben uns gezeigt, dass unser Online-Angebot und die Einzelgespräche mit Jugendlichen gut angenommen werden. Trotzdem ersetzt das nicht die persönlichen Angebote“, sagt Stefan Reichl, Vereinsleiter des OÖ Jugendcenter-Unterstützungsvereins (JCUV), der 14 Jugendzentren in Oberösterreich betreibt.
Ausbildung und Arbeitssuche als Schwerpunkt
In der Einzelbetreuung wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Themen Ausbildung und Arbeitssuche gelegt. „Die Jugendlichen haben wegen Corona immer größere Zukunftsängste. Darum bieten wir eine besondere Unterstützung an, indem wir ihnen von der Lehrstellensuche bis hin zum Bewerbungsprozess unter die Arme greifen. Aber selbstverständlich sind wir auch für alle anderen Anliegen erreichbar, auch wenn jemand einfach nur einen Gesprächspartner braucht“, so Reichl. Vor Einzelgesprächen wird um eine Terminvereinbarung gebeten. Weitere Infos: www.jcuv.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden