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BRAUNAU. Der Anteil der Vollzeit-Niedrigeinkommen sei immer noch hoch, kritisiert die Arbeiterkammer Oberösterreich. Alleine im Bezirk Braunau hätten 4130 Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2014 weniger als 1700 Euro brutto verdient.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Insgesamt 2280 Frauen und 1850 Männer verdienten im Jahr 2014 trotz Vollzeitbeschäftigung weniger als 1700 Euro brutto im Monat, berichtet die Arbeiterkammer Oberösterreich mit Verweis auf Daten der Statistik Austria. Während bei den vollzeitbeschäftigten Männern nur ein Zehntel in diese Kategorie fällt, sind es bei den vollzeitbeschäftigten Frauen in Braunau knapp 28 Prozent. Im oberösterreichischen Bezirksvergleich rangiert der Bezirk beim Männeranteil an neunter Stelle, beim Frauenanteil an elfter Stelle. Damit liegt Braunau etwas über dem Landesschnitt von 26,9 Prozent.

Ziel sei ein gewerkschaftliches Mindestlohnziel. „Kollektivvertragliche 1700 brutto in allen Branchen kann sich Österreich leisten“, ist Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer überzeugt. Dafür sei aber auch ein ganzes Maßnahmenbündel notwendig. So fordert Kalliauer die schrittweise Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter auf monatlich 1700 in allen Branchen, gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern, korrekte Einstufungen laut Kollektivvertrag, die korrekte Bezahlung von Über- und Mehrarbeitsstunden sowie die Abschaffung von Verfallsfristen von Entgeltansprüchen. Außerdem müsse das Lohn- und Sozialdumpinggesetz durch verstärkte Kontrollen wirksam umgesetzt werden.


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