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FELDKIRCHEN. Insgesamt 1.100 Bürger setzten mit ihrer Unterschrift ein Zeichen gegen den Bau einer Futtertrocknungsanlage in Feldkirchen. Auch die Grünen Braunau stellen sich hinter die Bürgerinitiative „Kreis Engagierter Bürger Feldkirchen“.
 

Nationalrat David Stögmüller (v. l.), Rudolf Lechner, der Sprecher der Bürgerinitiative, und Erwin Schleindl, der Bezirkssprecher der Grünen Braunau (Foto: Tips)

„Wir Grünen lehnen Futtertrocknungsanlagen nicht prinzipiell ab“, erklärt Erwin Schleindl, der Bezirkssprecher der Grünen Braunau. Bei einem schlüssigen regionalen Gesamtkonzept mit erneuerbarer Energie und Restwärmeverwertung sei eine solche Anlage durchaus sinnvoll. Die österreichische Landwirtschaft solle sich an Nachhaltigkeit und am Prinzip der Kreislaufwirtschaft orientieren, der Bodenschutz soll ausgebaut werden, so Nationalrat David Stögmüller. Dies sei bei der in Feldkirchen geplanten Anlage allerdings derzeit nicht der Fall.

Hoher Energieverbrauch und Co2-Ausstoß

Zu den Kritikpunkten zählen der Energieverbrauch, das Verkehrsaufkommen, der ausgestoßene Wasserdampf oder die versiegelten Flächen. Die für die Trocknung benötigte Energie der Anlage in Feldkirchen werde aus Erdgas gewonnen und das Ausgangsmaterial müsse Hunderte Kilometer transportiert werden. „Die geplante Anlage hat den dreieinhalbfachen Energieverbrauch von ganz Feldkirchen“, sagt Rudolf Lechner, der Sprecher der Bürgerinitiative. 20.000 Tonnen Co2-Ausstoß pro Jahr soll die Futtertrocknungsanlage nach Berechnungen des Klimaforschers Karl Steininger verursachen. Bei einer Betriebsdauer von 60 Jahren ergibt sich dadurch ein Ausstoß von einer Million Tonnen Co2.

Zweifel an Rentabilität

Weitere Bedenken äußeren die Grünen hinsichtlich der Rentabilität des Projekts. Sie bieten daher Beratungsmöglichkeiten für rechtliche oder wirtschaftliche, aber auch ökologische und ökonomische Fragen an.

Alternativlösung mit Sonnenenergie

Als Alternativlösung für die geplante Anlage sehen sie eine Heutrocknung mit Sonnenenergie, so Schleindl: „Vom Dach wird heiße Luft in Grasboxen geblasen und eventuell ein Luftentfeuchter mit dem Strom einer Photovoltaikanlage dazugeschaltet, um das nasse Gras zu trocknen.“


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