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Bezirkshauptstadt soll mit neuen Mobilitätskonzept zukunftsfit gemacht werden

Alexander Kobler, 28.04.2021 09:29

BRAUNAU. Ein neues Mobilitätskonzept soll die Bezirkshauptstadt Braunau zukunftsfit machen und die Verkehrssituation in und um die Innenstadt verbessern. Verkehrsausschuss- Obmann Hubert Esterbauer (FPÖ) und Planungsausschuss-Obmann Wolfgang Grabner-Sittenthaler (SPÖ) stellten den aktuellen Stand vor. Eingegangen werden soll beim neuen Konzept auf alle Verkehrsteilnehmer, von Fußgänger bis zum Autofahrer.

Hubert Esterbauer (v.l.) und Wolfgang Grabner-Sittenthaler informierten über die aktuellen Pläne für das Braunauer Mobilitätskonzept. (Foto: Tips/Kobler)

Verkehrsausschuss-Obmann Hubert Esterbauer hatte im letzten Jahr ja bereits ein eigenes Verkehrskonzept für Braunau ausgearbeitet, nun wollen alle Fraktionen unabhängig von den parteipolitischen Interessen ein neues Mobilitätskonzept für die Bezirkshauptstadt ausarbeiten, dass den Verkehr auf die Veränderungen und Herausforderungen der Zukunft vorbereitet und gleichzeitig zur Attraktivierung der Innenstadt beitragen soll. Gemeinsam mit dem Obmann des Planungsausschusses, Wolfgang Grabner-Sittenthaler stellte Esterbauer den aktuellen Status des Projekts vor. Bei der zweiten Klausursitzung kamen demnach viele konstruktive Vorschläge quer über alle Fraktionen verteilt. Außerdem wurde ein eigener Arbeitskreis für das Mobilitätskonzept beschlossen.

Einzigartiges Vorgehen

„Die politisch Verantwortlichen haben die Ziele im Vorfeld definiert, erst später soll dann ein Planungsbüro für die Umsetzung beauftragt werden. Wir wollten das diesmal anders machen, um dadurch die Fäden selbst in die Hand zu nehmen“, erklärte Grabner-Sittenthaler das Vorgehen. Dieser Weg sei in seiner Form in ganz Oberösterreich einzigartig. Gewährleistet werden soll künftig Mobilität für alle, speziell auch der Fußgänger- und Radverkehr soll durch entsprechende Maßnahmen verbessert werden. Auch der künftige Ausbau der A94 bis nach Simbach spielt in den Plänen für das neue Braunauer Mobilitätskonzept natürlich eine wesentliche Rolle. „Wir wollen die Lebensqualität in der Stadt Braunau durch entsprechende Mobilität gewährleisten und verbessern“, so der SPÖ-Politiker. Bis zu den Wahlen im Herbst wollen Esterbauer und Grabner-Sittenthaler dann bereits ein Planungsbüro für die Umsetzung beauftragt haben.

Fahrradboom miteinbeziehen und zum Vorteil nutzen

Gerade auch den derzeitigen Fahrrad-Boom will man in die Planungen miteinbeziehen und entsprechend darauf reagieren. Auch das Parkplatzproblem in der Innenstadt soll angegangen werden. In spätestens zwei bis drei Jahren soll das Konzept dann umgesetzt sein. Esterbauer sieht dabei so gut wie überall, also beim öffentlichen Verkehr, dem Zubringer, den Radfahrern, als auch bei der Parkplatzsituation noch Verbesserungspotential für die Zukunft. Einig ist man sich über alle Parteien hinweg über die Wichtigkeit eines Parkleitsystems und das der Durchzugsverkehr durch die Innenstadt minimiert werden muss. Durch gezielte Maßnahmen soll auch die Aufenthaltsqualität rund um den Stadtplatz verbessert werden.

Ganzheitliches Konzept

Das Konzept solle aber das gesamte Stadtgebiet berücksichtigen und nicht nur die Innenstadt. Auch der City-Bus soll künftig aufgewertet werden. Angelegt ist das neue Mobilitätskonzept auf einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren erklärt Grabner-Sittenthaler. Spätestens in 20 Jahren soll das Konzept dann entsprechend evaluiert und ein Neues ausgearbeitet werden. Wie die beiden Ausschuss-Obmänner deutlich machten, kann die Bevölkerung auch jederzeit entsprechende Anliegen und Vorschläge direkt an Esterbauer (esterbauerhubert@gmail.com) und Graber-Sittenthaler (wolfgang.grabner@braunau.ooe.gv.at) richten.


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