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Tischtennis-Sensation: „Kampfsau“ Lena holt sich mit 16 schon den ersten Staatsmeistertitel

Hans Promberger, 19.04.2016 17:10

EBENSEE/WIEN. Bei den allgemeinein Tischtennis-Staatsmeisterschaften in Wien sorgte Lena Promberger (SPG Ebensee) für die absolute Sensation des Turniers. Kurzfristig für Ex-Europameisterin Liu Jia eingesprungen, holte sie mit dem Mauthausner Bernhard Kinz-Presselmayer Gold.

Die Top-Sensation der Allgemeinen Tischtennis-Staatsmeisterschaften in Wien: Lena Promberger (SPG Ebensee)/Bernhard Kinz-Presselmayer holen Gold im Mixed-Doppel. Foto: ÖTTV

Noch müde von der erfolgreichen Olympia-Qualifikation in Schweden verzichtete Österreichs Top-Spielerin und Ex-Europameisterin Liu Jia auf den Mixed-Bewerb, woraufhin ihr Doppelpartner Bernhard Kinz-Presslmayer den Wunsch mit der 16jährigen Lena Promberger, die bis dahin keinen Doppelpartner hatte, spielen zu wollen.

Für Ex-Europameisterin Liu Jia eingesprungen

Die junge Ebenseerin packte die Gelegenheit am Schopf und auch der vielfache Mixed-Staatsmeister bereute seine Entscheidung nicht: Am Ende standen nämich beide in der Wiener Stadthalle mit der Goldmedaille am Siegerpodest. Mit einem 3:0 Sieg über Pfeffer/Stengel (Wien), einem 3:1 über Reitner Schwab ((NÖ/Wien) und einem hart erkämpften 3:2 über die Nummer 3-Paarung Luginger/Luginger (Salzburg) erreichten die Beiden um 21.30 Uhr das Halbfinale. Eigentlich hatte die Ebenseerin schon mit der Abreise gerechnet und ihre Sachen gepackt, nun musste sie spontan im Zimmer eines Teamkollegen übernachten.

Auch ungeplante Übernachtung kann Lauf nicht stoppen

Im Halbfinale am Tag darauf zeigte sie sich gegen das Nr. 5-Paar Alexander Chen/Jessica Zlatilova (Deutschland/NÖ) jedenfalls ausgeschlafen. Promberger/Kinz-Presselmayer bäumten sich nach einem zwischenzeitlichen 0:2 auf, gewannen die nächsten beide Sätze je mit 12:10 und rissen die Partie noch herum. Mit dem 3:2-Sieg standen sie im Finale gegen das schier übermächtige Duo Li Qiangbing - immerhin zweimalige Olympia-Teilnehmerin - und dem für Wels spielenden Kärntner Profi Dominique Plattner. Das Nr. 1-Duo hatte bis dahin nur einen Satz abgegeben, aber nach dem Gewinn ersten Satzes schien die absolute Top-Sensation möglich. Li Qiangbing/Plattner glichen zwar kurzzeitig zum 1:1 aus, aber die junge Ebensee zeigte keine Nerven, spielte völlig losgelöst von jeglichem Druck und holte sich ihren ersten Staatsmeistertitel der allgemeinen Klasse. Damit wurde ein neues Kapitel der Tischtennisgeschichte in Österreich aufgeschlagen. Bislang war Presselmayer elf (!) Mal mit Liu Jia Serienstaatsmeister im Mixed.

Das war sogar dem ORF ein Interview wert. Auch da zeigte sich die Ebenseerin abgebrüht: Auf die Frage nach ihren Stärken meinte sie cool: „Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Siegeswillen - auf gut oberösterreicherisch a richtige Kampfsau.“ „Ein Riesenerfolg. Märchenhaft, unglaublich, Ebensees Tischtennis ist in aller Munde“, war auch SPG Ebensee-Sektionsleiter Herbert Riedler mächtig stolz auf seinen Schützling, der unter Landestrainer Philipp Aistleitner im BORG Linz und als Sekundärspielerin bei Linz AG Froschberg eine tolle Entwicklung macht.

Aber auch im Einzelwettwerb zeigte das Talent von Traunsee sein Können. Nach dem souveränen Sieg in der Vorrundengruppe kam erst im Achtelfinale war gegen U18-Staatsmeisterin Karoline Mischek das Aus.

 


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Gastuser
Gastuser
03.05.2016 08:17

Bezeichnung "Kampfsau"

Sehr geehrter Gastuser, den Begriff "Kampfsau" hat die Spielerin selbst positiv als Synonym für ihren unbändigen Kampfes- und Siegeswillen gedeutet und verwendet wie im weiteren Verlauf des Artikels in der Zitierung des ORF-Interviews auch zu lesen ist. Hans Promberger Redaktion Tips Gmunden

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Gastuser
Gastuser
02.05.2016 22:06

Kampfsau Lena

Wie kann man ein so nettes Mädchen als "KampfSAU" bezeichnen? Da fehlt es doch irgendwo!