Glücksstern: Atemstillstand nach Herz-Operation sorgt bei Jonas für schwere Beeinträchtigung

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Tanja Auer Tanja Auer, Tips Redaktion, 29.11.2021 18:00 Uhr

ALKOVEN. Von der Zukunft träumen, Jonas unbeschwert beim Aufwachsen zuschauen und ein Auto, in dem künftig ein Rollstuhl für den Jungen Platz hat – das wünscht sich Familie Füreder von Herzen.

„Es war eine ganz normale Schwangerschaft und eine pro­blemlose Geburt“, erzählt Tina Füreder, Mutter des kleinen Jonas, der am 17. Dezember seinen zweiten Geburtstag feiert. Nach der Geburt jedoch wurde Jonas „blau“. „Am 24. Dezember sagten die Ärzte, dass sie Jonas am Herzen operieren müssten“, so Füreder. Der Eingriff kurz nach Silvester war gut verlaufen und Jonas wurde, wie üblich, auf der Intensivstation überwacht. „Um zwei Uhr morgens läutete jedoch das Telefon. ‚Es ist etwas passiert‘, hieß es am anderen Ende der Leitung. Laut Arzt gab es Komplikationen. Jonas‘ Bronchien verkrampften, er konnte dadurch nicht mehr beatmet werden“, erzählt die Mutter. Jonas hatte einen Atem- sowie Kreislaufstillstand und musste wiederbelebt werden. Das Fehlen von Sauerstoff führte bei ihm zu einem massiven Hirnschaden.

Entwicklungsstörungen

Aufgrund seiner Herz- und Hirnerkrankung hat Jonas ein schweres Krampfleiden, das eine schwere Entwicklungsstörung mit sich bringt. Er muss starke Medikamente gegen Epilepsie nehmen und ist in seiner Motorik stark eingeschränkt. „Wenn er liegt, bewegt er sich kaum. Alleine sitzen ist unmöglich. Auch nach Dingen greift er nicht“, erzählen die Füreders. Mama Tina und Papa Patrick müssen sich auf ihre Erfahrung und Intuition verlassen. „Wir wissen, was er braucht, da er gewisse Laute macht.“ Diese Erfahrung konnten die Füreders nur sammeln, weil sich Mutter Tina den ganzen Tag um ihren Sohn kümmert. Ein geregelter Job mit einem schwerbehinderten Sohn ist kaum möglich.

Jonas‘ Behinderung stellt Familienleben auf den Kopf

„In unserem Leben hat sich sehr viel verändert. Vor Jonas waren wir gerne auf Badeurlaub in Kroatien. Seit seiner Geburt konnten wir noch nicht einmal ins Schwimmbad. Meine Mutter, aber auch Patricks Mutter helfen uns, wo sie können. Das gibt mir auch einmal eine Stunde Zeit, Dinge zu erledigen, die für viele andere alltäglich und nebenbei getätigt werden. Der Lebensmittelkauf zum Beispiel.“ Die Familie zog für Jonas auch von Pasching, Bezirk Linz-Land, nach Alkoven in eine Erdgeschosswohnung mit einem kleinen Garten. „Urlaube sind mit Jonas unmöglich. Wir wollten ihm aber dennoch ein Umfeld ermöglichen, das es auch zulässt, ihn zwischendurch einmal mit nach draußen nehmen zu können“, sagt Füreder. Aufgrund seiner Erkrankung leidet auch Jonas‘ Immunsystem. „Sobald ein anderes Kind hustet oder schnupft, wird es für ihn gefährlich.“ Das Zusammenkommen mit anderen Kindern gestaltet sich daher schwierig. Anfang November erlitt der Junge gar eine Lungenentzündung.

Zu den akuten Ängsten und Sorgen kommen nicht selten Gefühle von Ungewissheit und Unsicherheit. „Niemand kann sagen, ob er überhaupt jemals reden oder gehen wird“, zeigt sich die Mutter traurig. Auch die Kosten für Jonas‘ Behandlungen machen sich am Familienkonto bemerkbar. Die Füreders müssen im Monat rund 200 Euro nur für Therapien ausgeben. Dazu kommen spezielle Nahrung, da Jonas nur Babybrei ohne Stücke essen darf, sowie Reha-Bedarf.

Herzenswunsch ist Bus mit Rampe für Jonas‘ Rollstuhl

„Jonas ist derzeit mit seinem Reha-Buggy mobil, den wir gerade so noch in unser Auto bekommen. Je größer unser Junge wird, desto eher müssen wir aber über die Anschaffung eines Rollstuhls und damit auch über einen Bus mit Rampe nachdenken“, sorgt sich Mutter Tina. Eine Anschaffung in dieser Größenordnung ist dringend notwendig, für die Familie jedoch nicht leistbar. Auch die Anschaffung von weiterem Reha-Bedarf steht auf der Liste der Füreders.

Tips-Leser können helfen

Tips-Leser, die der Familie helfen wollen, können spenden. Jeder Euro kommt dem kleinen Jonas zugute.

Spendenkonto für Jonas:Tina Füreder AT15 3417 0000 0016 4145 Verwendungszweck:Tips Glücksstern

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