Simon Kaiblinger aus Alkoven ist das Juli-Model im Jungbauernkalender 2027
ALKOVEN/STEIERMARK. Für Simon Kaiblinger war die Bewerbung zunächst nur ein lustiger Gedanke. Jetzt ist der 21-Jährige aus Alkoven im Jungbauernkalender 2027 zu sehen.

Die Nachricht kam nicht per Brief oder Anruf, sondern als Einladung in eine WhatsApp-Gruppe: Simon Kaiblinger war dabei. Aus mehr als 400 Bewerbungen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden 24 junge Frauen und Männer für den Jungbauernkalender 2027 ausgewählt. Einer von ihnen ist der Alkovener, der das Juli-Kalenderblatt der Herrenausgabe ziert.
Dabei hatte alles ohne große Erwartungen begonnen. „Die Bewerbung war anfangs für mich nur ein lustiger Gedanke. Dennoch habe ich mich beworben und mein Glück versucht.“ Einige Wochen später folgte die Einladung zum Probe-Shooting, aus der spontanen Idee wurde eine Teilnahme an der mittlerweile 27. Kalenderausgabe.
Klare Grenze beim Shooting
Dass die Aufnahmen freizügig werden würden, war Kaiblinger von Anfang an bewusst. Er hatte eine Vorstellung davon, was ihn vor der Kamera erwarten würde, und wusste zugleich, wie weit er gehen wollte. „Für mich war das oberkörperfreie Foto allerdings die Grenze, mehr Haut wollte ich nicht zeigen.“
Fotografiert wurde die neue Ausgabe im steirischen Thermen- und Vulkanland. Von Loipersdorf aus ging es für die Models zu Betrieben in der Umgebung. Der Kalender will die Menschen hinter der Landwirtschaft modern und selbstbewusst zeigen. Kaiblinger sieht in den ungewöhnlichen Bildern eine Chance: „Der Kalender schafft es, mit einer leicht provokanten und freizügigen Art Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft zu erzeugen.“ Für ihn ist das eine gute Möglichkeit, den Beruf einmal auf andere Weise zu präsentieren.
Gemeinsam am Familienbetrieb
Abseits der Kamera gehört die Landwirtschaft für den 21-Jährigen längst zum Leben. Schon als Kind unterstützte er seine Eltern. Heute hilft er am 26 Hektar großen Familienbetrieb mit. Angebaut werden Weizen, Sojabohnen, Ölkürbis und Roggen.
Die Familie teilt sich die anfallenden Arbeiten nach dem jeweiligen Zeitbudget auf. Traktorfahren gehört ebenso dazu wie Büroarbeit oder Reparaturen. „Eine einzelne, klar abgegrenzte Aufgabe gibt es bei uns nicht, denn die Landwirtschaft ist ein sehr vielfältiger Beruf“, erklärt Kaiblinger.
Der Hof wird im Nebenerwerb geführt. Alle gehen neben der Mitarbeit am Betrieb auch einer anderen beruflichen Tätigkeit nach. Kaiblinger macht derzeit eine Ausbildung zum Kfz-Techniker und baut sich damit ein weiteres Standbein auf. Die Landwirtschaft bleibt für ihn vor allem eines: eine Leidenschaft. „Das Arbeiten in der Natur und die Vielfältigkeit dieses Bereichs finde ich wunderschön.“
Mehr Wertschätzung für Lebensmittel
Mit seiner Teilnahme steht der Alkovener nicht nur für ein Kalenderbild, sondern auch für einen Alltag zwischen Ausbildung und Familienbetrieb. Besonders wichtig ist ihm, dass die Arbeit hinter den Lebensmitteln nicht aus dem Blick gerät.
„Die Landwirtschaft versorgt uns alle mit Lebensmitteln“, betont er. Gerade heute sollte man diese wertschätzen und sich bewusst machen, „woher das tägliche Brot oder das Fleisch auf dem Teller kommt“. Eine Botschaft, die über die freizügigen Fotos hinausgeht – und für Kaiblinger zum Kern seiner Verbundenheit mit der Landwirtschaft gehört.








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