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EFERDING. Durchschnittlich 13.268 Euro hat eine Frau in Eferding am Ende des Jahres weniger im Börserl, als ihre männlichen Kollegen. 28,2 Prozent beträgt damit der Einkommensnachteil der Frauen bei Vollzeitarbeit.

Werner Wagnest, Christine Heitzinger, Alois Hofer und Peter Schoberleitner (v. l.) machten in Eferding auf das Problem aufmerksam.

Beim „Equal Pay Day“ am 3. Oktober machte der ÖGB-Eferding darauf aufmerksam, dass Männer schon an diesem Tag so viel verdient haben, wie Frauen in einem ganzen Jahr. Der Bezirk Eferding liegt im OÖ-Vergleich an elfter Stelle, wobei Oberösterreich im Bundesvergleich an der unrühmlichen vorletzten Stelle liegt.

Unterstützung von Frauen in großen Betrieben

Es sei traurig, dass sich seit Jahren in dieser Frage nur wenig bewege. „Dabei gibt es Möglichkeiten, die Lage zu verbessern: Wir schlagen etwa eine verpflichtende Frauenförderung in großen Betrieben und 1700 Euro Mindestlohn in allen Kollektivverträgen vor“, berichtet Regionalsekretär Peter Schoberleitner. Die ÖGB-Frauen haben in den letzten Jahren gemeinsam mit Betriebsräten zahlreiche Einkommensberichte analysiert und wissen, dass sich oft mit kleinen innerbetrieblichen Anpassungen viel erreichen lässt. In vielen Branchen und Betrieben haben sich Betriebsräte bereits erfolgreich für bessere Einstufung, Karriereentwicklung oder Gehaltserhöhungen für Frauen eingesetzt.

Hilfe für berufstätige Eltern

Eine wesentliche Ursache der Einkommensunterschiede ist die Babypause. Bei der Betreuung unter dreijähriger Kinder liegt OÖ im Vergleich zu anderen hinten. „Solange Frauen gar nicht die Chance haben, zu arbeiten, weil sie niemanden haben, der auf ihre Kinder aufpasst, bleibt echte Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in weiter Ferne“, betont ÖGB Vorsitzender Alois Hofer.


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