Ungewisse Zukunft für Aschacher Schulgebäude
ASCHACH AN DER DONAU. Nachdem ein statistisches Gutachten ergeben hat, dass die Gebäudedecke im gesamten Aschacher Schulgebäude sanierungsbedürftig ist, wurde vom Land Oberösterreich eine Bausubstanzanalyse in Auftrag gegeben. Diese entscheidet über das weitere Vorgehen.

Entweder muss innerhalb von drei Jahren die gesamte Gebäudedecke saniert werden oder das bestehende Gebäude wird abgerissen und ein neues Schulgebäude gebaut. Entschieden wird das von Land und Bildungsdirektion.
Im Gemeinderat war das Schulgebäude schon mehrmals Thema. Die FPÖ Aschach hat sich bereits im Juni für die Umgestaltung in ein Kinderbetreuungszentrum eingesetzt: „Nur so können Kindergartenkinder, Krabbelstuben- und Volksschulkinder unter einem Dach vereint und die Bildung unserer Kinder zukunftssicher aufgestellt werden“, sagt FPÖ-Fraktionsobmann Thomas Radler. Laut FPÖ sei auch bei einer Sanierung durch eine neue Raumaufteilung die Zusammenlegung der Volksschulklassen sowie von drei Krabbelstuben- und vier Kindergartengruppen möglich. Bürgermeister Dietmar Groiss (SPÖ) erklärt jedoch: „Wenn das Land sich für die Sanierung entscheidet, haben wir im bestehenden Gebäude für den Kindergarten keinen Platz. Sollte es ein Neubau werden, bin ich natürlich für die Möglichkeit eines Kinderbetreuungszentrums offen. Doch so lange wir nicht wissen, welche Möglichkeiten wir haben, ist es sinnlos, darüber zu diskutieren. Die Bausubstanzanalyse wird erst Ende Dezember vonstattengehen, also wird die Bildungsdirektion frühestens im Jänner eine Entscheidung treffen. Eine seriöse Planung des weiteren Vorgehens ist erst dann möglich.“
Die ÖVP Aschach ist der Meinung, dass eine Sanierung mit den jetzigen Zahlen wenig Sinn mache. Fraktionsobmann Herbert Hofer sagt: „Wenn es zu einem Neubau kommt, was unserer Meinung nach wahrscheinlich ist, fordern wir, dass Volksschule, Kindergarten und Krabbelstube in ein Gebäude zusammengefasst werden.“
Die Aschacher Grünen sprechen sich gegen diese Zusammenlegung vehement aus. Fraktionsobfrau Judith Wassermair betont: „Der Kindergarten muss im Ortszentrum bleiben. Auf der Schulwiese herrschen durch die nahe Straße schlechte Luft durch Feinstaub sowie Lärm. Das bedeutet für Kindergartenkinder, die den Großteil des Tages draußen verbringen sollen, eine mutwillige Gesundheitsgefährdung.“ Bei Volksschulkindern und Krabbelgruppen sei dies nicht so schlimm, da diese nicht so viel Zeit im Freien verbringen: „Volksschulkinder sind maximal 20 Minuten in der Pause oder gelegentlich in der Turnstunde im Freien. Dagegen ist die dringende kinderärztliche Empfehlung, dass Kindergartenkinder sich täglich möglichst zwei Stunden draußen aufhalten sollen, und zwar bei jeder Witterung. Nur so können sie altersgerecht spielen und sich austoben. Das ist am neuen Standort mit der viel befahrenen Straße direkt daneben so gut wie unmöglich; mit der geplanten Umfahrung Eferding würde sich diese Situation noch weiter verschlechtern.“ Zudem werde mit der Verlegung des Kindergartens auch einer Verwaisung des Ortszentrums Vorschub geleistet.


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