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HOFKIRCHEN. Nicole Zehetner -Grasl ist Österreichs jüngste Bürgermeisterin und hat in ihrer Gemeinde viel vor. Im September initiierte sie eine Bürgerbefragung, bei der alle Hofkirchner, die älter als 16 Jahre waren, einen Fragebogen zugesandt bekamen. Vom Ergebnis ist sie überrascht.

  1 / 2   In Hofkirchen wurde im September eine umfangreiche Bürgerbefragung durchgeführt. (Foto: Wolfgang Simlinger)

Hofkirchen hat ein florierendes Vereinsleben, mehrere Direktvermarkter und sogar einen Flugplatz. Aktuell wird die Volksschule erweitert, direkt gegenüber dem Gemeindeamt entsteht ein Spielplatz, aber es gibt immer Dinge, die man verbessern kann. In Zusammenarbeit mit der FH Oberösterreich wurde daher von der Bürgermeisterin ein umfangreicher Fragebogen entwickelt und Anfang September an die Bürger verschickt. In Hofkirchen waren 1666 Personen teilnahmeberechtigt, 717 Bürger haben bis Ende September den Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt. 342 Personen waren weiblich, 336 Personen männlich. Die jüngste teilnehmende Person war 16 Jahre, die älteste Person 95 Jahre. Im Normalfall ist bei derartigen Befragungen mit einem Rücklauf von 10 bis 15 Prozent zu rechnen. In Hofkirchen betrug der Rücklauf unglaubliche 43 Prozent. Vom Ergebnis ist selbst die Bürgermeisterin überrascht. „Als Quereinsteigerin ist es mir wichtig, dass ich die Meinung der Bürger höre und messbar mache“, so Zehetner-Grasl im Tips-Interview.

Fragen an die Hofkirchner

Der umfangreiche Fragebogen behandelte viele Themen der Infrastruktur, wie Breitband-Internet, Straßenbeleuchtung, Rad- und Wanderwege, Photovoltaik, Barrierefreiheit, aber auch die Errichtung einer E-Tankstelle für Elektroautos und den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden. Die zukünftige Gestaltung des Ortsplatzes war ebenfalls Thema der Befragung. Auch Angelegenheiten, die die Jugend im Ort betreffen, wurden abgefragt. So wurde die Meinung über einen möglichen Jugendtreffpunkt eingeholt und darüber nachgedacht, welche Sport- und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche geschaffen werden können. Die Bürger wurden auch aufgerufen, sich über die Verwendung des Arbeithuberhauses Gedanken zu machen.

Präsentation der Ergebnisse

Nun gilt es, die umfangreichen Daten auszuwerten und für die zukünftige Planung heranzuziehen. Am Samstag, 22. Oktober, werden um 16 Uhr im Gemeindezentrum Hofkirchen die Ergebnisse der Bürgerbefragung präsentiert und ein Entwicklungskonzept für den Ortskern vorgestellt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.


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