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FREISTADT. Regisseur Ulf Dückelmann bringt mit „Sonnenaufgang – Eine Hamlet Saga“ ein Drama rund um Politik, Gesellschaft, Rache und Liebe auf die Bühne in der Messehalle. Das Stück rüttelt auf und führt gekonnt die aktuelle Um- und Aufbruchsstimmung vor Augen.

„Sonnenaufgang - eine Hamlet Saga“ feierte Premiere. alle Fotos: Loucaz Steinherr
  1 / 4   „Sonnenaufgang - eine Hamlet Saga“ feierte Premiere. alle Fotos: Loucaz Steinherr

Motive aus Shakespeares „Hamlet“ und die sozialkritische Aussage aus Gerhard Hauptmanns „Vor Sonnenaufgang“ werden in dem Stück über einen Großindustriellen- und Politikerclan verknüpft. Private Auseinandersetzungen der Familienmitglieder, unterschiedliche Weltanschauungen, Ideologien und Machtinteressen führen am Schluss zur Katastrophe. Ein dunkler Raum, Nebel und wenig Requisiten bilden die Kulisse. Der Zuseher fühlt sich mitten in das Geschehen hineinversetzt und wird bei der Verlobungsfeier in das Stück miteingebunden. Während alles außer Kontrolle gerät, spricht Arun (Till Bauer) direkt zum Publikum und sagt, dass sich jeder der nur zusieht und nicht eingreift, mitschuldig macht. Bauer spielt einen überzeugenden „Hamlet“, der langsam in den Wahnsinn gleitet. Matthias Rheinheimer (großartig, schlangenhaft) spielt einen Jungpolitiker mit extremen Ansichten, der in einer Zeit, in der alte Systeme auseinanderbröckeln seine Chance sieht. Das Streben nach Macht und Gier führt zu einem katastrophalen Ende. Dückelmann bindet auch dieses Mal wieder Filmelemente (Außenszenen) in das Theater ein.

Zum Schluss bleibt dem Publikum die Frage offen, wo man selbst steht, in einer Zeit, in der sehr konträre Wege beschritten werden können.

Termine: 15., 16., 17., 22., 23. und 24. Juli, jeweils um 20 Uhr in der Messehalle Freistadt.


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