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Kinderbetreuungs-fit: Gemeinden wollen das Kinderbetreuungs-Angebot verbessern
BEZIRK FREISTADT. Die Gemeinden des Bezirkes haben Netzwerke gebildet, um das Kinderbetreuungsangebot zu verbessern. Die ersten Ideen werden bereits im Sommer umgesetzt.

Mehr gemeindeübergreifende und innovative Modelle zur Kinderbetreuung im Bezirk Freistadt – das war das Ziel der Initiative des Regionalforums Freistadt. In einem Jahr ist viel erreicht worden. Über die Leader-Regionen Mühlviertler Alm und Mühlviertler Kernland haben sich mit Unterstützung der SPES Familien-Akademie sechs kleine Gemeindenetzwerke gebildet, den Bedarf analysiert und die Angebote verbessert, etwa bei Krabbelstuben, bei der Sommerkinderbetreuung und bei der ganztägigen Schülerbetreuung. Abwanderung stoppen Größere Teile des Bezirkes Freistadt kämpfen gegen eine Abwanderung aus der Region. „Die Frauenerwerbsquote ist in der Region in den letzten Jahren zwar gestiegen, aber immer noch steigerbar. Gerade für Frauen mit Betreuungspflichten ist es oft immer noch schwierig, einen passenden Job zu finden“, sagt Dietmar Wolfsegger, Leiter der Wirtschaftskammer Freistadt. „Mit einer Optimierung der Kinderbetreuungseinrichtung ist vielen gedient. Den jungen Eltern, die flexibel Kinder und Arbeit unter einen Hut bringen können, ein höheres Familieneinkommen erzielen können oder den Anschluss im Beruf nicht verlieren.“ „Mit den ausgeweiteten Angeboten über die Netzwerke leisten wir einen wichtigen Beitrag, die Abwanderung einzudämmen“, sagt Johann Holzmann, Obmann der Mühlviertler Alm. Durch die Netzwerke soll die Zusammenarbeit der Gemeinden gefördert werden, eine Bedarfserhebung durchgeführt werden und auch an einem Zukunftsprofil gearbeitet werden. Sechs Gruppen wurden gebildet. Kernland Kind Kefermarkt, Lasberg, Gutau, Freistadt und St. Oswald haben sich zur Gruppe Kernland Kind zusammengeschlossen. Es werden regelmäßige jährliche Treffen und Bedarfserhebungen gemacht. Kinder der anderen Gemeinden können im Sommer in Freistadt in den Kindergarten gehen. „Die Zusammenarbeit ist wichtig, um freie Kapazitäten in den anderen Gemeinden nutzen zu können“, sagt Martina Miesenberger, Stadträtin von Freistadt. „Für eine Sommerkindergartengruppe werden mindestens zehn Kinder benötigt, dadurch kommt in manchen Gemeinden keine Gruppe zustande“, sagt Netzwerkssprecherin Elisabeth Paruta-Teufer. „Es wurde auch ein Konzept erarbeitet, bei dem die Abgangsdeckungs-Kosten für die Gemeinden so gering wie möglich bleiben. Gut betreut grenzenlos Die Gruppe besteht aus Waldburg, Hirschbach, Schenkenfelden. Eine Bedarfserhebung für den Sommerkindergarten wurde gemacht, es ist noch fraglich, ob einer zustandekommt. „Vor ein paar Jahren gab es eine Sommerbetreuung von Kindergartenkindern im letzten Jahr und Schülern bis zehn Jahren in Waldburg. Eine Krabbelstube wurde angedacht. Da der Bedarf nicht groß genug war, wurde daraus aber nichts“, sagt Friedrich Tröbinger, Amtsleiter von Waldburg. Kinderbetreuung mit Herz Beim Netzwerk Bad Zell, Königswiesen, Unterweißenbach, Pierbach, Schönau, St. Georgen wurde festgestellt, dass vor allem flexible Betreuungsmöglichkeiten für den Sommer fehlen. Die Gemeinden wollen den Bereich Tagesmütter ausbauen. „Die gemeindeübergreifende Betreuung in den Sommermonaten wird nicht zustandekommen, da die Entfernungen zwischen den Gemeinden zu weit sind“, sagt Brigitte Lindner. „Es war wichtig einmal alle Akteure wie Lehrer, Pädagogen, Eltern und Politiker an einen Tisch zu bringen“. Kinderbetreuung hoch „4“ Kaltenberg, Liebenau, St. Leonhard, Weitersfelden machen regelmäßige Treffen und eine gemeinsame Bedarfserhebung. „Dieses Jahr war nicht ausreichend Bedarf für eine Krabbelstube vorhanden“, sagt Franz Xaver Hölzl, Bürgermeister von Weitersfelden. „In unserer Region funktioniert die familieninterne Betreuung so gut, dass derzeit kein Handlungsbedarf besteht. Wir werden da aber weiterhin den Bedarf beobachten.“ Mit St. Leonhard hat Weitersfelden bereits seit 2009 eine Kooperation bei der Nachmittagsbetreuung. Vier Wochen im Sommer findet ein Spielesommer für Drei- bis Zehnjährige in Weitersfelden statt. „Die Gemeinden haben bei der Sommerbetreuung bereits individuelle gute Lösungen.“ RUF-Gemeinden Die RUF-Gemeinden (Hagenberg, Wartberg, Unterweitersdorf, Pregarten), Neumarkt und Tragwein haben ein Netzwerk gebildet. In Pregarten wird bereits diesen Sommer eine gemeindeübergreifende Sommerkinderbetreuung angeboten. Kinder aus anderen Gemeinden können nach Pregarten kommen. „Wir wollen eine aktive Zusamenarbeit und das Angebot ausweiten“, sagt Florian Grugl. „Auch Kinder aus Gutau werden den Sommerkindergarten der RUF-Gemeinden nutzen“, sagt Kathrin Kühtreiber-Leitner, Bürgermeisterin von Hagenberg. „Eltern, die im Softwarepark arbeiten, können bereits ihre Kinder in den Kindergarten Hagenberg geben.“ Am grünen Band Rainbach, Windhaag, Sandl, Grünbach, Leopoldschlag planen regelmäßige jährliche Treffen und eine regelmäßige gemeinsame Befragung der Eltern. Eine Sommerkinderbetreuung wird in Rainbach angedacht.?


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