Moderne Technik und viel Idealismus sichern den Schibetrieb im Bezirk
BEZIRK FREISTADT. Zwa Brettl“n und an g“führigen Schnee – das sind die Grundzutaten, die der geneigte Schifahrer braucht. Die sechs Liftbetreiber im Bezirk Freistadt tun ihr bestes, damit Wintersportler ihrer Leidenschaft frönen können, doch die Rahmenbedingungen dafür werden immer schwieriger.

Der Schilift in Freistadt startet je nach Schneelage Mitte Dezember in die Saison. Drei Schneekanonen sichern hier das Schivergnügen. Neu sind heuer eine Wellenbahn neben dem 60 Meter langen Zauberteppich und eine breitere Piste im Zielbereich. So ist auch bei Rennen der „normale“ Schibetrieb weniger eingeschränkt. „Am 29. Dezember laden wir alle zum offiziellen Opening mit Zwergerlrennen und Gaudi im Liftstüberl ein. In den Weihnachtsferien gibt es außerdem wieder Schikurse“, lädt Obmann Gerald Pointner vom Schiliftverein Freistadt ein und betont: „Bei uns engagieren sich so viele Leute ehrenamtlich, dass der Liftbetrieb auch für die nächsten Jahre gesichert ist.“
Liebenau schon offen
Wintersportbegeisterte werden es wissen: In Liebenau kann man schon seit drei Wochen Schifahren! Möglich machen dies acht Schneekanonen, wie der Geschäftsführer der Wintersportarena Liebenau, Markus Gutenbrunner, erklärt: „Wir können damit relativ viel Schnee in kurzer Zeit erzeugen und auch die Höhenlage mit um die 1.000 Metern schafft gute Rahmenbedingungen“. Die Hauptpiste, der Funpark und die Wellenbahn können schon befahren werden. Dazu kommt bei entsprechender Schneelage noch eine Naturschneepiste. Funpark und Gastronomie wurden heuer erweitert und auch ein Sportgeschäft mit Schiverleih ist dort angesiedelt. Sorgen um die Zukunft macht sich Gutenbrunner keine: „Wir haben 90 bis 110 Schneetage im Jahr, dank modernster Technik.“
Saison noch ungewiss
Fraglich ist, in welcher Form die Aichelberglifte in Karlstift in die Saison gehen. Aufgrund vertraglicher Probleme ist es zur Zeit noch nicht sicher, dass auch der große Lift betrieben werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, können nur rund zwei Pistenkilometer anstatt der vorhandenen acht genutzt werden.
Neuer Geschäftsführer
Mit einem neuen Geschäftsführer startet der Viehberg in Sandl in die Schisaison. Helmut Oberreiter übernimmt in dieser Woche den Posten: „Wir sind mit zwei Schleppliften, drei Abfahrten, dem Kinderland mit Zauberteppich und einem Funpark recht gut aufgestellt und möchten eventuell künftig auch einen Sommerbetrieb einrichten, um nicht ausschließlich auf den Schnee angewiesen zu sein“, erklärt Oberreiter. Sobald die Schneelage es erlaubt, wird in die Saison gestartet. Eine Beschneiungsanlage ist nämlich nicht vorhanden.
Naturschnee pur
Ohne Kunstschnee kommt auch das Schigebiet Stoaninger Alm in Schönau aus. Der Schlepplift mit zwei Abfahrten kann nur bei entsprechender Schneelage geöffnet werden. Deshalb ist die Wintersaison für Betreiber Erich Kriener zwar eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle, aber: „Es wäre unmöglich ohne Sommerbetrieb auszukommen. Wenn kein Winter ist tut es weh und ich kann nicht so viel investieren aber es ist nicht existenzgefährdend.“ Investiert wurde heuer in eine neue Küche im Gasthaus. Sobald der Lift in Betrieb geht, erfährt man es auf der Homepage.
Keine Investitionen mehr
Ebenfalls auf Naturschnee angewiesen ist der kleine Schilift in Mönchdorf (Königswiesen) der Familie Hinterkörner. Der 300 Meter lange Hang ist ideal für Anfänger und der Lift wurde vor zehn Jahren komplett erneuert. Das ist auch der Grund, warum die Familie noch weitermacht, erklärt Carina Hinterkörner, denn: „Hätten wir gewusst, dass jetzt immer so wenig Schnee liegt, dann hätten wir sicher schon aufgehört. Im vergangenen Jahr war der Lift nur sieben Tage Betrieb, es gab aber auch schon Jahre wo wir ihn gar nicht einschalten konnten. Investieren werden wir sicher nichts mehr.“
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