Achtung: Rücksicht auf Wildtiere nehmen
BEZIRK FREISTADT. Die durch den Eisregen verursachte verharschte Schneedecke setzt den Wildtieren besonders zu. Das Flüchten kann zu Verletzungen an Läufen und Pfoten führen.

Schnee, klirrend kalte Temperaturen und vergangene Woche auch noch der Eisregen – der Winter zeigt sich in diesem Jahr von seiner besonders rauen Seite. Um sich auf der verharschten Schneedecke zu bewegen, müssen Rehe, Hirsche, Hasen und Co vermehrt wertvolle Energie aufbringen. „Wenn die Tiere aufgescheucht werden, können sie sich schwer verletzen oder verwirrt auf der Straße zu stehen kommen“, erklärt Bezirksjägermeister Gerhard Pömer. „Aber auch die aperen Stellen an den Böschungen oder Waldrändern jetzt im Frühjahr locken das Wild an. Das kann besonders für Autofahrer gefährlich werden, wenn die Rehe die Straße queren.“ Die Jäger appellieren an die Verkehrsteilnehmer, besonders vorsichtig zu fahren. „Anders kann man diese Problematik nicht vermeiden.“
Vorsicht auch bei Wintersport im Wald
Der Lebensraum der Wildtiere wird auch durch Aktivitäten wie Skitourenlauf, Langlauf oder besonders Skischuhwandern immer mehr genützt. Der OÖ Landesjagdverband macht alle Sportbegeisterten und Naturliebhaber auf die Ruhe- und Rückzugsbereiche der Wildtiere aufmerksam. „Vor allem am Waldrand oder in der Nähe von Futterstellen sehen wir das kritisch, ansonsten gibt es im Bezirk kaum Probleme“, sagt Pömer. Wenn die Rehe von der Futterstelle verscheucht werden, suchen sich die Tiere andere Futterquellen und es kommt zum Verbiss im Wald.


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