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BEZIRK FREISTADT. Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt – so könnte künftig der Name des größeren touristischen Zusammenschlusses im Bezirk Freistadt lauten. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Hans Hinterreiter aus Bad Zell im Tips-Gespräch.

Auf dem richtigen Weg fühlen sich die Tourismusverbände im Bezirk Freistadt und in den angrenzenden Perger Gemeinden. Foto: LTO/Robert Maybach

Tips: Hans Hinterreiter, es gibt nach der Order von Landesrat Strugl (siehe Infobox) bereits geraume Zeit Gespräche darüber, wer mit wem fusionieren wird. Welche Regionen soll der neue Tourismusverband umfassen?

Hinterreiter: Nach unserem jüngsten Zusammentreffen könnten sich unter dem Namen „Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt“ die Alm-Gemeinden, Königswiesen und Bad Zell, die beide einen eigenen Tourismusverband haben, das Mühlviertler Kernland, die Gemeinden des Naturparks Mühlviertel und vielleicht noch die eine oder andere Gemeinde aus dem Bezirk Perg zusammenschließen.

Tips: Eine Fusion wird nicht für alle Beteiligten einfach werden.

Hinterreiter: Natürlich wird es eine große Umstellung werden, aber es ist müßig, über die Sinnhaftigkeit größerer Verbände zu diskutieren. Jedenfalls sind wir uns einig, dass wir in Zukunft die Marke Mühlviertel ganz stark transportieren.

Tips: Die unteren Grenzwerte sind laut Landesvorgabe künftig 200.000 Nächtigungen und 600.000 Euro Budget. Erreicht das der neue Zusammenschluss?

Hinterreiter: Die Mühlviertler Alm hat insgesamt 150.000 Nächtigungen, das Kernland rund 70.000 – da kommen wir schon hin. Die Eckpfeiler haben wir in der jüngsten Sitzung, bei der auch ein externer Berater und ein Vertreter des Landestourismus dabei waren, angesprochen, aber noch nicht beschlossen.

Tips: Wie soll der Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt künftig in der Öffentlichkeit präsentiert werden?

Hinterreiter: Zuerst einmal wollen wir die einfachen, aber grundlegenden Dinge lösen. Andere Verbände kommen über den Namen oder das neue Logo gar nicht hinweg. Mit unserem Logo auf Basis der Marke Mühlviertel wollen wir das Rad nicht neu erfinden und schon gar nicht tausende Euro für externe Firmen ausgeben, um ein neues Erscheinungsbild zu bekommen. Auf der Mühlviertler Alm haben wir ja 2010/2011 schon mit dem Marken- und Marketing-Fachmann Willy Lehmann die starken Grundpfeiler gelegt, die von der Marke Mühlviertel übernommen worden sind.

Tips: Wie schwierig war es, einen neuen Namen für den Verband zu finden?

Hinterreiter: Es war vom Anfang des Prozesses an dezidiert unsere Vorgabe, dass der Name Mühlviertler Alm erhalten bleibt. Auch Freistadt ist vertreten, somit können wir beide damit leben.

Tips: Welchen Zeithorizont setzt sich der neue Verband?

Hinterreiter: Maximal haben wir zwei Jahre Zeit, spätestens am 1. Jänner 2020 muss die Zusammenlegung vollzogen sein. Wenn sich die bestehenden Verbände und Gemeinden nicht einig sind, erfolgt eine Zwangsverordnung vom Land OÖ – das ist nicht unser Ziel. Bis Mitte nächsten Jahres möchten wir die Vereinbarungen auf die Reihe bringen. Ein Start im Jahr 2019 ist für uns möglich, sonst geht die Welt aber auch nicht unter. Wir wollen es ruhig und mit Bedacht angehen, schließlich gibt es eine Menge Verträge und Verpflichtungen, die alle auf Neustart gestellt weden müssen.


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