Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK FREISTADT/UU. Dass die E-Mobilität ein wesentliches Standbein in der Zukunft sein wird, davon sind die Mitglieder des Energiebezirks Freistadt (EBF) und der Klima- und Energie-Modellregion Sterngartl Gusental überzeugt. „Daher ist es wichtig, mit diesem Thema zur Jugend vorzudringen“, sagt Obmann Alfred Klepatsch über ein neues Projekt mit den Fahrschulen.

Andreas Reinhardt (Linz AG), Johannes Aistleitner (Vorstandsmitglied EBF), EBF-Obmann Alfred Klepatsch, Markus Kreisel (Kreisel Electric) und Bernhard Kern (ElektroMobilitätsClub Österreich) sind überzeugt vom Konzept Mühlferdl/E-Carsharing. Foto: Wiesinger

An drei Säulen des Schwerpunktthemas Elektromobilität wird heuer im Energiebezirk gearbeitet. Die größte davon ist das Jugendprojekt „E-Youth – Elektromobilität nimmt bei der Jugend Fahrt auf“. Dabei sollen Fahrschüler schon von Beginn an mit dem Konzept der Elektromobilität und dem E-Carsharing vertraut gemacht werden. Bei einigen Fahrschulen im Bezirk Freistadt und Urfahr Umgebung wurde die Idee sehr gut aufgenommen. Im Zuge der Mehrphasenausbildung nach bestandener Führerscheinprüfung wird eine Fahrstunde mit einem Elektro-fahrzeug abgehalten. Außerdem wird es bei 25 bis 30 Führerschein-Theoriekursen je eine Unterrichtseinheit zum Themenschwerpunkt geben. Diese Stunde halten drei Experten vom EBF ab. Inhalt wird ein genereller Überblick, Vor- und Nachteile, sowie die Wirtschaftlichkeit und Ökologie von E-Autos sein. Des Weiteren soll das E-Carsharing-Modell MühlFerdl vorgestellt werden, um auf die Vorteile von Carsharing als Alternative zum Besitzen von Autos aufmerksam zu machen.

E-Autos ausprobieren

Bei der praktischen Fahrstunde kommt entweder ein fahrschuleigenes E-Auto oder ein MühlFerdl zum Einsatz. Durch diese Maßnahme lernen die Jugendlichen die Vorzüge eines elektrobetriebenen Fahrzeuges kennen, und testen den Umgang mit dem Automatikgetriebe sowie dem Ladeverfahren. Ein dritter Teil in diesem Jugendprojekt ist die Mitgliedschaft beim Carsharing MühlFerdl. 50 bis 70 Jugendlichen mit bestandener Führerscheinprüfung, die im Umkreis der aktuell bestehenden MühlFerdl-Standorte leben, wird die Möglichkeit eröffnet, ein Jahr lang die reduzierte Jahresmitgliedschaft (99 statt 360 Euro) zu nutzen. „Wir müssen genau dann mit unserem Projekt einhaken, wenn die Jugendlichen mobil werden, deshalb die Kooperation mit den Fahrschulen“, sagt Klepatsch.

Positive Signale der Fahrschulbetreiber

Auch die Fahrschulbesitzer aus Freistadt, Pregarten, Gallneukirchen und Bad Leonfelden haben die Idee begeistert aufgenommen. Fahrschule Auböck: „Das Detailwissen über E-Autos fehlt uns. Deshalb waren wir froh über die Möglichkeit, dass Experten diese Stunde durchführen.“ Fahrschule Donauland: „Wir haben seit 2017 auch ein E-Auto im Fuhrpakt. Und wenn man einmal ein E-Auto selbst erlebt hat, ist man offener für diese Form der Mobilität.“ Fahrschule Stumpfl: „Endlich können wir jungen Führerscheinkandidaten ein E-Auto zur Verfügung stellen. Erst wenn man es selbst erspüren kann, kann man sich ein eigentliches Bild davon machen.“ Fahrschule Mayr: „Die Jugend ist sehr interessiert, ich freue mich auf ein erfolgreiches Projekt.“

Elektromobilitäts-Offensive in Betrieben

Ein weiterer Schwerpunkt in der Jahresplanung ist das Näherbringen der E-Mobilität an die Unternehmen. In Kooperation mit kommunalen Wirtschaftsvereinigungen, regionalen E-Autohändlern und geschulten E-Mobilitätstrainern werden über den Bezirk verteilt acht Veranstaltungen zum Thema „Vorteile von Elektrofahrzeugen im betrieblichen Einsatz“ durchgeführt werden. Alle Betriebe werden zu den Veranstaltungen eingeladen und können im Zuge dessen auch E-Autos probefahren.Die dritte Säule ist die Serie „Faktencheck E-Mobilität“, die regelmäßig im Wirtschaftsteil der Tips Freistadt erscheint.

Zukunftsaussichten

„Die Zukunft wird elektrisch sein“, ist sich Markus Kreisel, Geschäftsführer von Kreisel Electric sicher. „Es wird hier noch eine große Entwicklung geben. Im Jahr 2020 wird ein E-Auto nicht mehr teurer sein, als ein Verbrenner. Aber die Infrastruktur muss sich noch stark verbessern dafür.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch Andreas Reinhardt von der Linz AG. „Es gibt schon ein dichtes Netz an Ladestationen, aber da muss sich noch viel tun. Um unsere Klimaziele erreichen zu können, wird sich noch einiges ändern müssen im Individualverkehr und der Elektromobilität.“<


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Bezirksbauernball „Ernteschluss & Ballgenuss“ in Freistadt 

Bezirksbauernball „Ernteschluss & Ballgenuss“ in Freistadt 

FREISTADT. Unter dem Motto „Ernteschluss & Ballgenuss“ laden der Bauernbund und die Landjugend Bezirk Freistadt am Samstag, 31. Oktober ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Museum Pregarten beleuchtet Kaiser Franz Josephs 110. Todestag

Museum Pregarten beleuchtet Kaiser Franz Josephs 110. Todestag

PREGARTEN. Anlässlich des 110. Todestages von Kaiser Franz Joseph I. widmet sich das Museum Pregarten am Samstag, 31. Oktober, dem Menschen ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
15 neue Atemschutzträger in Hagenberg ausgebildet

15 neue Atemschutzträger in Hagenberg ausgebildet

HAGENBERG. 15 Kameraden haben die Atemschutz-Geräteträgerausbildung desBezirksfeuerwehrkommandos Freistadt in Hagenberg absolviert. 

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Einsatzkräfte warnen vor Gaffern und Drohnen an Einsatzorten

Einsatzkräfte warnen vor Gaffern und Drohnen an Einsatzorten

BEZIRK FREISTADT. Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Notarzt, Polizei und Flugrettung appellieren eindringlich an die Bevölkerung, ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
SpüDu Musi aus Freistadt beim Volksmusikwettbewerb in Innsbruck

SpüDu Musi aus Freistadt beim Volksmusikwettbewerb in Innsbruck

FREISTADT. Einer großen Herausforderung stellt sich die SpüDu Musi (früher Freiklang der LMS Freistadt) beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Ausstellung Formen des Sehens in der Brauhausgalerie

Ausstellung "Formen des Sehens" in der Brauhausgalerie

FREISTADT. Die Ausstellung „Formen des Sehens“ in der Brauhausgalerie Freistadt lädt noch bis 25. Oktober zu einer Entdeckungsreise durch ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Weitere Beiträge