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FREISTADT. Das neue Katastrophenhilfe-, Logistik- und Schulungszentrums des Roten Kreuzes Freistadt wurde feierlich eröffnet. Die Eröffnung wurde auch im Gedenken der beiden Mordopfer von dem tragischen Vorfall am 14. Oktober in Wullowitz gewidmet. 

Johannes Thürriedl (Chef des Stabes), RK-Bezirksstellenleiter Alois Hochedlinger, (Bezirksgeschäftsleiter) Charles Pickering und Thomas Märzinger (Landesgeschäftsleiter-Stellvertreter bei der Eröffnung des neuen Zentrums. Foto: Maurer

Egal ob bei Zug- oder Autobahnunglücken, Hochwasser- oder Sturmkatastrophen – der Einsatz im Bereich der Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes kennt keine Grenzen. Sondereinheiten und hochqualifizierte Mitarbeiter sind rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, zum Einsatz bereit. Um im Anlassfall noch schneller und effizienter reagieren zu können, wurde nun ein eigenes Katastrophenhilfe-, Logistik- und Schulungszentrum in Freistadt eröffnet. „Zuvor war die Ausrüstung an mehrern Orten im Bezirk verteilt, jetzt ist alles zentral gelagert Im Notfall wollen wir aber keine Zeit verlieren“, sagt Alois Hochedlinger, Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz.

Viele ehrenamtliche Stunden

Im Jänner 2018 hat das Rote Kreuz Freistadt das alte ÖAMTC-Gebäude in der Linzerstraße in Freistadt erworben. Nach nicht ganz zwei Jahren des Umbaus und vielen tausenden ehrenamtlicher Stunden der Rot Kreuz-Mitglieder, konnte das Zentrum am 27. Oktober offiziell eröffnet werden. Der Feierlichkeit wohnten auch eine Vielzahl an Ehrengästen, u.a. Landesrat Wolfgang Klinger oder Nationalratsabgeordnete Johanna Jachs, bei.

„Könnten im Notfall ganz Freistadt versorgen“

„Es ist nicht die Frage, ob eine Katastrophensituation entsteht, sondern wann sie entsteht – das haben uns die Ereignisse der letzten Jahre gezeigt“, sagt Hochedlinger. Zur Ausrüstung zählen Feldküchen, Notstromaggregate, Feldbetten, Decken, Zelte, Sanitätsmaterial und vieles mehr. „Mit der Verpflegung könnte im Falle eines Blackouts ganz Freistadt mit Speisen versorgt werden“, sagt Hochedlinger. Das neue KHD-Zentrum ist nun das größte seiner Art im Mühlviertel. Ein fix verbautes Notstromaggregat sichert auch ein autarkes Arbeiten im Falle eines Blackouts.

Das neue Zentrum ist aber nicht „nur“ Lagerplatz. „Der alte Empfangsbereich wurde zu einem neuen Schulungsbereich umgebaut. Wir können hier interne Besprechungen abhalten, aber auch für Erste-Hilfe-Kurse wurden hier die notwendigen Materialien angeschafft, um so einen neuen Raum für interne und externe Ausbildungen zu schaffen“, freut sich auch der Bezirksgeschäftsleiter Charles Pickering. Bei einigen Sitzungen des Bezirksrettungskommandos konnte der neu geschaffene Raum bereits erfolgreich getestet werden. Im Großschadensfall wäre es auch problemlos machbar, hier mit Polizei, Feuerwehr und Behörde eine gemeinsame Einsatzleitung einzurichten. Die technischen Voraussetzungen wurden hierfür geschaffen und entsprechen den modernsten Standards. 

„Das Rote Kreuz Freistadt bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die der Umbau in dieser Form nicht möglich gewesen wäre! Mehrere tausend Stunden ehrenamtliche Tätigkeit stecken in diesem Gebäude. Ein besonderer Dank gilt aber auch der Freistädter Bevölkerung, die uns durch zielgerichtete Spenden finanziell unterstützt haben“, sagt Pickering. Die Spenden kommen in Form der kostenlosen Katastrophenhilfe wieder an die Bevölkerung zurück. 

„Das Rote Kreuz Oberösterreich ist international bekannt für seine Search and Rescue-Einsätze mit den Suchhunden, dem Aufbau von Telekommunikation in Katastrophengebieten und die Trinkwasseraufbereitung“, sagt Landesgeschäftsleiter-Stellvertreter Thomas Märzinger. 

Die Bezirksstelle Freistadt ist für den Großeinsatz gut gerüstet. „Es gibt eine mobile Sanitätseinheit, mit der bis zu 25 schwerverletzte Personen versorgt werden können“, sagt Pickering. Auch eine mobile Sanitätseinheit für bis zu zehn Personen und sechs Anhänger mit je einem Zelt, 35 Feldbetten und Hygiene- und Notfallsets für Kinder, Frauen und Männer hat das Rote Kreuz Bezirk Freistadt auf Lager. 


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