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BAD ZELL. Der Bad Zeller Alexander Ebner wurde mit dem Wilhelm Macke Award, einem Preis für herausragende Physikarbeiten, ausgezeichnet.

Macke-Preisträger Alexander Ebner aus Bad Zell Foto: JKU
Macke-Preisträger Alexander Ebner aus Bad Zell Foto: JKU

Physik hat den 29-Jährigen schon immer begeistert. Dennoch begann er nach der HAK-Matura eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete in einer Bank. Nach vier Jahren wagte er sich dann aber doch an das Physik-Studium. „Am Anfang war es schon schwierig, da hätte ich nie gedacht, dass ich einmal einen Preis bekommen würde“, sagt Ebner. Aber sein Fleiß hat sich gelohnt. Seine Masterarbeit wurde mit dem Macke-Preis ausgezeichnet.

Die Jury überzeugt

Jedes Jahr werden an der Johannes Kepler Universität Linz hervorragende Physik-Masterarbeiten ausgezeichnet. Um zu gewinnen, müssen die Kandidaten das Publikum überzeugen. Zuerst werden die Arbeiten von Experten beurteilt, die besten werden vor Schülern präsentiert. Ebners Vortrag mit dem Titel „High Power Quantenkaskadenlaser – Wir beobachten Moleküle bei der Arbeit“ überzeugte das Publikum. Wichtig ist dabei, dass der Inhalt für die Allgemeinheit gut verständlich und interessant aufbereitet ist. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Viele namhafte Physiker finden sich in der Liste der Preisträger“, sagt Ebner.

60.000-mal schneller als bestehende Alternative

Gemeinsam mit der außeruniversitären Einrichtung Recendt GmbH hat der Bad Zeller einen High-Power-Quantenkaskadenlaser entwickelt. „Mittels spezieller Eigenschaften des Laserlichtes können verschiedene Materialien analysiert werden. Die Methode an sich gibt es schon, aber durch das neue System können die Tests schneller durchgeführt werden“, erklärt der Physiker.

„Durch den Einsatz von Quantenkaskadenlasern gelang es Alexander Ebner, eine vielseitige spektroskopische Analysetechnik zu revolutionieren. Das neue Verfahren ist 10.000-mal heller sowie 60.000-mal schneller als bestehende Alternativen und ermöglicht damit neue Anwendungsgebiete für Industrie und Forschung“, heißt es von den Experten der JKU. Seine Arbeit wurde zudem in einem wissenschaftlichen Fachjournal veröffentlicht. Mit einem weiteren Preis wurde seine Masterarbeit in Barcelona ausgezeichnet.

Forschung und Freizeit

Auch in Zukunft wird sich Ebner der Forschung widmen. „Alle technischen Fragestellungen lassen sich aufgrund physikalischer Gesetze erklären. Durch Physik ist es im Grunde möglich, die ganze Welt zu verstehen“, sagt der Bad Zeller. Vor allem die Laborexperimente während seiner Ausbildung haben ihn begeistert. In seiner Freizeit ist der 29-Jährige gerne sportlich unterwegs, spielt Eishockey, Gitarre und reist gerne in ferne Länder. 


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