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LIEBENAU. Das Land OÖ verleiht seit 1996 rund um den Jahrestag der Deklaration der Menschenrechte den Menschenrechtspreis an Persönlichkeiten und Einrichtungen, die humanitäres Engagement zeigen und vor allem auch leben. Einer von insgesamt drei Menschenrechtspreisen geht heuer an Maria Atteneder aus Liebenau.

  1 / 2   Trägerin des Menschenrechtspreises des Landes OÖ 2020: Maria Atteneder, im Bild mit ihrem Gatten Helmut. Foto: Michaela Koppler

Der OÖ Menschenrechtspreis wird alle zwei Jahre vergeben. Das Preisgeld wird zu drei gleich hohen Teilen zu je 7.000 Euro an die Preisträger aufgeteilt. Die drei Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass Engagement zur Durchsetzung und Verbesserung von Menschenrechten viele Facetten hat. Schwester Tarcisia Valtingoier hat sich 20 Jahre lang in Oberösterreich für die Obdachlosenhilfe eingesetzt und hier viele Projekte und Aktivitäten entwickelt und umgesetzt. Volksschuldirektorin Maria Atteneder setzt sich bereits jahrzehntelang für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung ein. Sie war 2016 Mitinitiatorin des Projekts „ALPHA.MEINE CHANCE.“, das Kindern mit Lesedefiziten eine Chance auf eine bessere und sorgenfreiere Zukunft gibt. Dem Projekt #guteNachbarschaft des Evangelischen Diakoniewerks Gallneukirchen ist es gelungen, während des ersten Lockdowns zusätzlich zu den bisher rund 700 im Diakoniewerk freiwillig engagierten Menschen bis Ende April rund 1.500 Menschen zu gewinnen, die ihre Hilfe angeboten haben. Ich danke allen für Ihre Tatkraft und Ihre engagierte Haltung und gratuliere sehr herzlich zu dieser Auszeichnung“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Die Oö. Landesregierung hat  den Vorschlag der ehrenamtlichen Jurymitglieder zum OÖ Menschenrechtspreis einstimmig  angenommen. Aufgrund der aktuellen Situation findet die offizielle Verleihungsfeier im Frühjahr 2021 statt. „Der OÖ Menschenrechtspreis gewinnt gerade im heurigen Jahr noch mehr an Bedeutung. Gerade jetzt, wo wir Abstand halten müssen, ist es schön zu sehen, wie wir gleichzeitig auch ein Stück weit zusammenrücken. Heuer möchten wir daher auch Menschen vor den Vorhang holen, die besondere Hilfeleistung, Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise zeigen. Der große Zusammenhalt und der unermüdliche Einsatz vieler Landsleute sorgen dafür, dass wir diese Ausnahmesituation so gut bewältigen. Daher gebührt vor allem auch Menschen, die in dieser sehr herausfordernden Zeit noch außergewöhnliches leisten, der OÖ Menschenrechtspreis“, betont Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ In der UN-Menschenrechtscharta – oder offiziell der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ – haben sich die Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte bekannt. Auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 wurde die Charta verkündet. Seither wird dieser Tag als Tag der Menschenrechte begangen.


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