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LASBERG. „Die Lasberger Bevölkerung demonstrierte bereits am 22. November 2023 gegen die Schließung ihrer Raiffeisen-Bankstelle. Diese ist eine von vier betroffenen Filialen im Bezirk Freistadt. Besonders trifft diese Entscheidung die ältere Generation“, schreibt Maria Besta in ihrem Leserbrief.

Leserbrief von Maria Besta aus Lasberg (Foto: Tips)
Leserbrief von Maria Besta aus Lasberg (Foto: Tips)

Die Lasberger Bevölkerung demonstrierte bereits am 22. November 2023 gegen die Schließung ihrer Raiffeisen-Bankstelle. Diese ist eine von vier betroffenen Filialen im Bezirk Freistadt. Besonders trifft diese Entscheidung die ältere Generation. Unverständlich ist die Aussage des neuen Leiters der Raiffeisenbank Region Freistadt, Markus Piringer, dass die Kundenfrequenz stark zurückgegangen ist. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Ich besuche häufig die Bankfiliale Lasberg. Aufgrund der guten Kundenfrequenz, ob am frühen Vormittag oder gegen Mittag, musste beziehungsweise muss ich immer eine Wartezeit in Kauf nehmen (immer rund vier bis acht Kunden im Schalterbereich). Die Leidtragenden sind einfach die älteren Mitbürger, die ihre Bankgeschäfte persönlich am Schalter erledigen wollen, aber auch die ganze Infrastruktur der Gemeinde (Kaufhaus, Lagerhaus, Gemeindeamt, Pfarre, Schulen, etc.) sowie die Vereine – Lasberg ist eine sehr aktive, vereinsstarke Gemeinde. Der soziale beziehungsweise christlich-soziale Aspekt wird hier total außer Acht gelassen. Es zählt nur der Profit – die Bedürfnisse des Menschen und der Mensch im Besonderen sind nichts mehr wert? Lasberg ist eine wachsende Gemeinde. Weiters hat sich in den letzten Monaten eine große Produktionsfirma im Gemeindegebiet angesiedelt. Die Geschäftsführung der Raiba soll diese Argumente nochmals überdenken und von ihrem Entschluss der Schließung Abstand halten. Wenn in einem ländlichen Ort kein Bankinstitut mehr vorhanden ist, stirbt der ganze Ort (Zitat: „Ist die Raiba fort, stirbt der ganze Ort!“). Die Schließung hat weitreichende Folgen hinsichtlich der Kaufkraft im eigenen Ort, da die Bürger dann zukünftig in der Bezirkshauptstadt ihre Bankgeschäfte erledigen müssen und dann auch ihre Einkäufe in Freistadt tätigen werden – somit werden die Geschäfte in Lasberg über kurz oder lang zusperren.

von

Maria Besta, Lasberg


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