Liebenauer Kabarettist Benedikt Mitmannsgruber in „Walek wandert“ auf Ö3
LIEBENAU. Er tourt gerade mit „1996“, seinem dritten Kabarett-Programm, durch das Land, viele seiner Shows sind bereits Monate im Vorhinein ausverkauft – und seine Sommerpause nutzt er für eine Wanderung mit Tom Walek: Der Liebenauer Benedikt Mitmannsgruber ist am Sonntag, 16. August, zu Gast in „Walek wandert“, um 9 Uhr auf Ö3.

Tom Walek und Benedikt Mitmannsgruber treffen sich in Liebenau im Mühlviertel, die Heimatgemeinde des Kabarettisten. Die Wanderung, zusammengestellt von Benedikts Vater Alois, führt die beiden vom Elternhaus am Waldrand auf den Brockenberg und dann weiter zum Koblbergpass, mit 1.044 Metern der höchstgelegene Pass Oberösterreichs, und schließlich zum bekannten Tannermoor.
Von der Männlichkeit in der Provinz
Während der Wanderung erzählt Benedikt Mitmannsgruber von seinem neuen Programm und den Themen, die er auf der Bühne aufgreift. Sein Alter – das Bühnenprogramm heißt „1996“, sein Geburtsjahr – und Männlichkeit sind große Themen: „Ich bin in der tiefsten Provinz aufgewachsen, wo Männlichkeit bis heute noch ganz anders gelebt wird, als in der Stadt. Und ich habe in das Bild vom klassischen Mann, das früher am Land bei uns vorgeherrscht hat, nie reingepasst – mit extrem viel Bier trinken, extrem sexistisch sein, sich schlägern auf Zeltfesten und sich für Autos interessieren.“ Sein Kabarett-Programm soll auch aufklären: „Ich versuche schon, dass man jungen Männern beibringt, dass das nicht der einzige Weg ist, den es gibt. Man kann ruhig und sensibel sein und Sachen ansprechen, die einen beschäftigen.“ Und: „Ich spiele jetzt viel am Land und in vielen kleinen Dörfern. Und da kommen viele junge Männer, was mich immer sehr freut, wenn die einen Abend mal mit einem Mann verbringen, der jetzt nicht so die klassischen Männlichkeitsideale vertritt.“
Vom Fünf-Personen-Publikum zu ausverkauften Hallen
Der Anfang seiner Karriere war hart, einen seiner ersten Auftritte hat er vor nur fünf Personen in Klagenfurt gespielt. Heute sind viele seiner Vorstellungen ausverkauft. Auf der Wanderung erzählt er von den Anfängen: „Ich habe schon immer eine ziemlich blühende Fantasie gehabt. Ich habe in der Schule schon sehr verrückte, absurde Aufsätze geschrieben. Und einen ganz absurden Humor gehabt, den wahrscheinlich wenige verstanden haben.“ Dass er heute Veranstaltungssäle im ganzen deutschsprachigen Raum füllt, war nicht geplant: „Es war nie mein Ansporn, dass ich das mal beruflich mache. Ich habe nicht einmal gewusst, dass das geht. Ich habe nicht gewusst, wie man einen Point schreibt oder wo man auftreten kann.“








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden