Regionale Lebensmittelversorgung hautnah erleben - SoLaWi und Speiskastl öffnen ihre Türen
BAD ZELL/FREISTADT. FoodCoops und Solidarische Landwirtschaften in ganz Oberösterreich laden zum Kennenlernen ein. Auch im Bezirk Freistadt zeigen SoLaWi gemüslich (Freistadt) am 18. Oktober und Speiskastl (Bad Zell) am 17. Oktober, wie regionale Lebensmittelversorgung funktionieren kann.

Gemüse direkt vom Feld, Lebensmittel von regionalen Produzenten und persönliche Beziehungen statt anonymer Lieferketten: Im Bezirk Freistadt gibt es bereits unterschiedliche Wege, regionale Lebensmittel näher zu den Menschen zu bringen. Zwei Beispiele dafür sind Gerald Hauser von gemüslich in Waldburg und Jeanette Mayrhofer vom Speiskastl in Bad Zell.
Quereinsteiger als Gemüsebauer
Gerald Hauser hat dafür sogar seinen Beruf gewechselt. Nach zehn Jahren als Software- Entwickler wurde aus dem Quereinsteiger ein Gemüsebauer. Heute baut er bei gemüslich rund 120 verschiedene Gemüse- und Kräutersorten an.
Seit dem Frühjahr 2026 ist der Betrieb als SoLaWi organisiert. Die Menschen, die sich an der SoLaWi beteiligen, finanzieren die Produktion gemeinsam und teilen sich die Ernte. Für Hauser geht es dabei um mehr als Gemüse: Landwirtschaft soll wieder unmittelbar erlebbar und die Beziehung zwischen Produzenten und Konsument:innen persönlicher werden.
Speiskastl
Einen anderen Weg geht Jeanette Mayrhofer mit dem Speiskastl. Von ihrem Betrieb in Bad Zell aus, wo sie auch Freilandschweine und Hochlandrinder hält, bringt sie handwerklich erzeugte Biolebensmittel regionaler Erzeuger:innen direkt zu den Kund:innen nach Hause. Das Sortiment reicht von Gemüse und Obst über Brot, Milchprodukte und Fleisch bis zu verarbeiteten Spezialitäten. Ziel ist, regionalen und saisonalen Einkauf einfach zu machen und gleichzeitig kleinbäuerliche Strukturen zu stärken.
Unterstützung
Bio Austria Oberösterreich und Klimabündnis OÖ unterstützen mit dem Projekt „Appetitauf Gutes“ seit 2014 FoodCoops und SoLaWis in Oberösterreich. In ganz Österreich gibt esmittlerweile rund 120 FoodCoops und über 50 SoLaWis.
Wer wissen möchte, wie solche Modelle funktionieren, kann bei den Tagen der offenenTüren von 16. bis 18. Oktober selbst vorbeischauen. Bei Abholterminen, Hofführungen,Verkostungen und weiteren Veranstaltungen lassen sich Initiativen, Produzenten undihre Gemeinschaften kennenlernen.
Programm im Bezirk Freistadt
Bei fast jedem Wetter findet bei SoLaWi gemüslich Freistadt ab 9 Uhr eine Führung übers Feld statt, mit Einblicken in regenerativen Bodenaufbau, Gemüsebau mit möglichst wenig Plastik und wie sich Pflanzen gegenseitig positiv beeinflussen können. Abschließend gibt es einen kurzen Ausblick in die geplanten Agroforstreihen und die Möglichkeit eine Baum-/Strauchpatenschaft für mehr Biodiversität abzuschließen. Ein kleiner Ausblick über die nächsten Aktivitäten sowie die nächste Saison schließen den Programmteil ab. Als Verköstigung gibt es Kürbiscremesuppe.
Ab zirka 12 Uhr überrascht Koch Kevin Manzenreiter im Solidarischen Cafe Figo mit kleinen Schmankerln zum Teilen, direkt vom Feld und der Umgebung. Die 20 Sitzplätze für das mehrgängige Menü werden zuvor am Feld verlost. Kaffee und Kuchen laden abschließend zu einem gemüslichen Beisammensein mit Open End ein. Anmeldung unter kontakt@gemueslich.at, Eintritt und Verköstigung: Freiwillige Spende!
Speiskastl
Eine Besichtigung des „Ökohof Herrenriedl“ mit Hochlandrindern und Freilandschweinen den Jeanette und Stefan Mayrhofer betreiben, stehen am Samstag, 17. Oktober, um 10 und um 14 Uhr auf dem Programm. Anmeldung per Whatsapp unter der Tel. 0676/3714740; Ein Blick hinter die Kulissen des Speiskastls – Bestell- und Lieferservice für hochqualitative Bio-Lebensmittel aus der Region; Abholung von Bestellungen der aktuellen Woche beim Speiskastl








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