Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Silvesterknallerei stresst Wildtiere: Jägerschaft bittet um Rücksichtnahme

Online Redaktion, 30.12.2021 09:56

BEZIRK FREISTADT. Ein Silvester ohne Böller und Raketen ist hierzulande für viele Menschen undenkbar. Für die meisten Wildtiere ist die Knallerei aber eine unglaubliche Tortur. Die Jägerschaft mit Bezirksjägermeister Franz Auin­ger an der Spitze bittet deshalb um Rücksichtnahme.

  1 / 2   Rehen und anderen Wildtieren kostet die Stresssituation enorm viel Energie. (Foto: WildMedia/Shutterstock.com)

„Bei allem Verständnis für Spaß und Tradition gilt es, sich der Begleiterscheinungen der Knallerei an Silvester bewusst zu sein. Der Lärm setzt nicht nur den eigenen Ohren und der Umwelt zu, sondern erzeugt bei Tieren enormen Stress“, sagt Bezirksjägermeister Franz Auinger.

Todesgefahr bei Eiseskälte

Während bei Haustieren noch die Möglichkeit besteht, als Besitzer schützend dem Tier zur Seite zu stehen und entweder in den eigenen vier Wänden zu bleiben oder mit dem Tier in eine ruhige Gegend zu fahren, sind Wildtiere zum Jahreswechsel komplett auf sich alleine gestellt. Wildtiere reagieren auf die für sie ungewohnten Störungen mit panikartiger Flucht und enormer Stressbelastung.

„Nicht selten haben die Tiere extreme Angst. Vor allem, weil sie ein viel besseres Gehör haben als wir Menschen. Und diese Stresssituation kostet die Tiere enorm viel an Energie“, erläutert der Bezirksjägermeister. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn das Nahrungsangebot ohnehin niedrig sei und eventuell durch Eis und Schnee verschärft werde, könne eine zusätzliche, massive Belastung im Extremfall auch zum Tod durch Erschöpfung führen. „Mitunter passiert es auch, dass Tiere in Panik auf Straßen laufen und Unfälle verursachen“, warnt Auinger.

Kein moralischer Zeigefinger

Man wolle jetzt nicht den moralischen Zeigefinger erheben und den Menschen das Silvestervergnügen nehmen. „Uns Jägern geht es um eine entsprechende Sensibilisierung. Etwa die Silvesterknallerei in der Nähe von Wäldern zu unterlassen. Wenn die Wildtiere in ihrer gewohnten Umgebung ein Donnergrollen in der Ferne wahrnehmen, dann ist das für sie wie ein Gewitter, also nichts, wovor sie panische Angst haben müssten“, erläutert der Bezirksjägermeister des Jagdbezirks Freistadt.

Rücksichtnahme ist auch besonders gefordert, wenn es um Wildtiere geht, die in der Stadt leben. Etwa Wasservögel auf stadtnahen Gewässern. Auinger: „Wird in ihrer unmittelbaren Nähe geknallt, schrecken sie auf und fliegen teilweise panisch weg, um sich einen neuen Unterschlupf zu suchen, den sie aber in dieser Zeit kaum finden.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Fixtermin für Astro-Fans: Sonnenfinsternis und Sternschnuppenregen an einem Tag

Fixtermin für Astro-Fans: Sonnenfinsternis und Sternschnuppenregen an einem Tag

BEZIRK FREISTADT/RAINBACH. Zwei besondere astronomische Ereignisse finden demnächst an nur einem Tag statt: die partielle Sonnenfinsternis am ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Wohnen im besten Alter (WiBA): Selbstständig wohnen, verbunden bleiben

Wohnen im besten Alter (WiBA): Selbstständig wohnen, verbunden bleiben

BEZIRK FREISTADT. Mit WiBA – Wohnen im besten Alter setzt der Bezirk Freistadt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Sozialregion ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Abschied von Brumca, einer Ikone des Bärenwalds Arbesbach

Abschied von Brumca, einer Ikone des Bärenwalds Arbesbach

ARBESBACH. Der Bärenwald Arbesbach trauert um Brumca. Die 34-jährige Bärin musste am Mittwoch von ihren schweren Leiden erlöst werden. Mit ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Freistädter Diätologin rät: Die Hitzeschlacht mit genügend Flüssigkeit gewinnen

Freistädter Diätologin rät: Die Hitzeschlacht mit genügend Flüssigkeit gewinnen

FREISTADT. Hohe Temperaturen belasten den Körper. Besonders ältere Menschen, Kinder sowie chronisch Kranke haben im Sommer ein erhöhtes Risiko ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Grünbacher Herzspezialist erhält höchste Kardiologie-Auszeichnung Österreichs

Grünbacher Herzspezialist erhält höchste Kardiologie-Auszeichnung Österreichs

LINZ/GRÜNBACH. Der gebürtige Grünbacher Helmut Pürerfellner ist mit der Fritz-Kaindl-Medaille ausgezeichnet worden. Die Ehrung gilt als höchste ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Vogelrettung nach Sturmdrama – Zwei junge Wiedehopfe sind wohlauf 

Vogelrettung nach Sturmdrama – Zwei junge Wiedehopfe sind wohlauf 

BEZIRK FREISTADT. Ein umgestürzter Brutbaum brachte eine Wiedehopf-Familie im Bezirk Freistadt in Lebensgefahr – dank des raschen Einsatzes ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Weitere Beiträge