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MÜHLVIERTLER ALM. Christine Haiden war zu Gast in der DenkBar der Mühlviertler Alm und sprach darüber, wie man sich zu Weltbürgern entwickeln kann.

Christine Haiden, Foto: Weihbold
Christine Haiden, Foto: Weihbold

Christine Haiden eröffnet ihren Impulsvortrag bei der DenkBar mit dem Smartphone in der Hand. Bis auf eine Person im Kaminzimmer des Kaltenberger Hofs in Kaltenberg besitzt jeder der 50 Besucher ein Mobiltelefon. Das kleine „Maschinchen“ vernetzt uns mit der ganzen Welt – unabhängig von der Entfernung und in Echtzeit. So wird die Erde zum globalen Dorf, zu einem Raum der Möglichkeiten und durch die drohende Klimaerwärmung auch zu einer Schicksalsgemeinschaft, die sich um grenzüberschreitende Lösungen kümmern muss.

Dem Motto „Think global, act local“ entsprechend, ermutigt Haiden die globalen Ursachen und Folgen des lokalen Handelns zu berücksichtigen. Am Beispiel der Tomaten erklärt sie einen möglichen Verlauf: Kaufen wir im österreichischen Winter Tomaten, kommen sie zum Beispiel aus Afrika oder aus Plantagen im Süden Italiens. Global zu denken, heißt, einen Blick auf die Produktionsbedingungen in diesen Ländern zu werfen. Wie geht's den Plantagenarbeitern dort und wem gehören eigentlich die Plantagen? Haben sich große Firmen eingekauft und die lokalen Märkte zerstört?

Neun Punkte für die Umbruchszeit

Auf verständliche und perfekt strukturierte Weise erläutert Christine Haiden neun Punkte, die für sie wesentlich für die aktuelle Umbruchszeit sind. Sie meint, es gehe unter anderem darum, den Blick zu weiten, Dinge kritisch zu hinterfragen, sich selbst ein Bild zu machen, den Geist zu klären, zu kommunizieren statt Kriege zu führen und manches auch einfach auszuhalten. Und: „Wir alle sollten wenigstens einige Monate in einem anderen Land leben, um Welterfahrung zu sammeln.“

Die DenkBar ist ein Format, das dazu einlädt, miteinander in „Stammtisch-Atmosphäre“ ins Gespräch kommen. Nach dem Impulsvortrag wird in Tischgruppen miteinander kommuniziert, diskutiert, werden Meinungen ausgetauscht. Eine Plenumsphase, in der man offen gebliebene Fragen und spannende Aussagen aufgreifen kann, rundet den Abend ab.

Diese DenkBar wurde dem Begriff und dem Ziel gerecht. Es wurde in großer Offenheit diskutiert. Der mehrmals genannte Wunsch nach einer Fortsetzung freut das Vorbereitungsteam Regina Fragner, Ully Leitner und Theresa Schachinger und motiviert, nächstens im Rahmen der Agenda21 wieder aktiv zu werden.


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