Unterschriftenaktion zur Unterstützung des LKH Freistadt gestartet
FREISTADT. Das Landeskrankenhaus Freistadt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Bezirkes. Damit das so bleibt und die Menschen nicht nach Linz zur Behandlung oder Untersuchung fahren müssen, wurde jetzt eine Unterschriftenaktion durch die LKH Betriebsrätin Silvia Rentenberger-Enzenebner ins Leben gerufen. Die Forderungen dieser Aktion unterstützt auch zu 100 Prozent die SPÖ Freistadt.

Unter anderem wird ein Magnetresonanztomogragh (MRT) gefordert. Dieser fehlt schon seit langer Zeit im Bezirk. Vor allem für ältere Menschen aus entlegeneren Gemeinden sei der Aufwand für eine derartige Untersuchung enorm, heißt es von seiten der SPÖ. Beispielsweise dauere eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Liebenau nach Linz zwei Stunden und 15 Minuten.
Vizebürgermeister Christian Gratzl: „Die Medizinische Versorgung in unserer Region ist für unsere Bevölkerung immens wichtig. Ich unterstütze daher mit Nachdruck die Forderung, einen Magnetresonanztomogragh im Freistädter LKH zu installieren.“
„Brauchen Kinderstation“
Weiters kämpft man mit der Unterschriftenaktion um eine eigene Kinderstation. Ab Beginn der Schwangerschaft können werde Mütter kompetent im LKH Freistadt betreut werden – bis nach der Geburt. Wird ein Baby oder Kleinkind krank, dann sind die Mühlviertler plötzlich auf das Krankenhaus in Linz angewiesen. Die Freistädter Stadträtin Sonja Seifried unterstützt diese Forderung: „ Als Mutter ist es wichtig, sein Kind in guten Händen zu wissen. Wenn man mehrere Kinder hat, möchte man für alle gleichermaßen da sein. Wenn das kranke Kind aber in Linz liegt, dann können die Eltern nicht die Betreuung für ein paar Stunden tauschen. Gibt es nur ein Familienauto, dann werden schon tägliche Besuche ein großer organisatorischer Aufwand. Besonders schlimm wird die Situation, wenn im Linzer Kinderkrankenhaus kein Bett frei ist und die Eltern das Kind alleine zurücklassen müssen. Dann ist es eine nervliche Zerreißprobe täglich mit den Geschwistern von beispielsweise Windhaag oder Sandl nach Linz zu fahren. Viele junge Familien schätzen den familiären Charakter des Landeskrankenhauses und wissen, dass auch ihre Kinder dort gut aufgehoben wären. „
Pflegepersonal entlasten
Eine Tätigkeit in der Pflege ist eine große Herausforderung. Durch den bestehenden Ärztemangel wurden viele Aufgaben an das Pflegepersonal übergeben. Dadurch ist das Pflegepersonal an seine Belastungsgrenze gekommen. Damit weiterhin eine hohe Qualität gehalten werden kann, muss mehr Personal zur Verfügung gestellt werden. Christian Gratzl: „ Menschen, die einen Pflegeberuf ausüben, sollen nicht davon krank werden, da müssen wir rasch gegensteuern und fordern daher eine merkbare Personalaufstockung in den Pflegeberufen. Im Interesse der Menschen unserer Region ist es für die SPÖ Freistadt selbstverständlich, dass wir die Aufwertung unseres Krankenhauses unterstützen.“ Die Unterschriftenlisten liegen im Krankenhaus, bei den Gemeindeärzten, in vielen Gemeindeämtern und auch im SPÖ-Sekretariat auf.


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