Positive News vom Freistädter Arbeitsmarkt
FREISTADT. Obwohl die Winterarbeitslosigkeit im Bau- und Baunebengewerbe voll eingesetzt hat, sinkt die Zahl der Arbeitsuchenden im Jahresvergleich um 130 auf insgesamt 1.389 Personen. Das entspricht einem Rückgang von 8,6 Prozent.

Vom Rückgang profitieren alle Altersgruppen und Arbeitsuchende aller Qualifikationsniveaus. Erfreulich ist speziell der Rückgang unter den Älteren. „Die über 50 Jährigen profitieren nun von der guten Arbeitsmarktlage“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.
Stellenmarkt
Derzeit suchen die Freistädter Betriebe geeignete Bewerber für 385 offene Stellen. Da 590 der insgesamt 1.389 Arbeitsuchenden eine Wiedereinstellzusage in ihrem Stammbetrieb haben, stehen für diese offenen Stellen lediglich 799 Personen zur Verfügung. Auf eine offene Stelle kommen damit nur zwei Bewerber. „Wenn man berücksichtigt, dass einige dieser Bewerber mit gesundheitlichen Einschränkungen kämpfen und andere einen Arbeitsplatz außerhalb des Bezirks finden werden, wird klar sichtbar, wie schwierig es für Betriebe derzeit ist, passende Arbeitskräfte zu finden“, sagt Rudlstorfer. Da der Bedarf an Fachkräften so groß ist, ändert das AMS auch den Umgang mit Wiedereinstellzusagen. „Speziell im Bau- und Baunebengewerbe werden wir im Frühjahr, wenn es das Wetter zulässt und im Stammbetrieb noch keine Beschäftigungsmöglichkeit besteht, auf diese Personen zurückgreifen und sie an personalsuchende Betriebe vermitteln“, sagt der Freistädter AMS Chef.
Situation am Lehrstellenmarkt
Ende Dezember sind 197 offene Lehrstellen beim AMS Freistadt gemeldet. 42 davon sind sofort zu besetzen, die restlichen 155 ab kommenden Sommer. Diesen offenen Lehrstellen stehen 17 sofort verfügbare Lehrstellensuchend gegenüber. 186 Jugendliche, die ab Sommer einen Lehrplatz suchen, sind bereits jetzt beim AMS dafür angemeldet. Auch, wenn das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden in Summe einigermaßen zusammen passt, wird es auch 2019 einige Freistädter Betriebe geben, die keinen passenden Lehrling bekommen werden. „Wir versuchen speziell dem Sog Richtung Linz entgegen zu wirken, in dem wir in den Gesprächen mit den Jugendlichen und deren Eltern immer wieder die Vorteile eines Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplatzes im Bezirk, also quasi vor der Haustür, hervorheben“, sagt Rudlstorfer.


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