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FP-Klubobmann Herwig Mahr auf Bezirksbesuch: "Wir Freiheitlichen machen trotz allen Wirbels anständige Politik"

Mag. Claudia Greindl, 29.05.2019 15:01

FREISTADT. Betriebsbesuche, Gespräche mit Funktionären und ein Abstecher zum Lasberger Bierfrühling standen auf der Agenda des Bezirksbesuchs von FPÖ-Landtagsklubobmann Herwig Mahr (59). Die Ibiza-Affäre war dabei natürlich immer wieder Thema. „In Oberösterreich funktioniert die Zusammenarbeit von FPÖ und ÖVP hervorragend, wir Freiheitlichen sind imstande, anständige Politik zu machen - trotz allen Wirbels“, betonte Mahr gegenüber Pressevertretern. 

FPÖ-Landtagsklubobmann Herwig Mahr (r.) und Bezirksparteiobmann Peter Handlos luden Medienvertreter im Braugasthof Freistadt zum Gespräch. Foto: Greindl

18 Landtagsabgeordnete, drei Bunderäte, drei Landesräte und eine Verbindungsperson in Wien umfasst der blaue Landtagsklub, den Herwig Mahr, Vizebürgermeister von Traun, als Klubobmann nach eigener Aussage „straight“, also straff und geradlinig, führt. „Aber wir haben immer zehn Minuten Zeit zum Lachen, wir sind eine gute Mannschaft“, betonte Mahr bei seinem Bezirksbesuch in Freistadt mit Blick auf „seinen“ Abgeordneten Peter Handlos aus Tragwein. „Die Ibiza-Affäre bildet nicht die FPÖ an sich ab. Wenn ein Feuerwehrkommandant ein Haus anzündet, ist ja auch nicht die ganze Mannschaft Brandstifter.“

Die Oma betrieb das Herrenbad an der Aist

Nicht zuletzt hatte er sich auf diesen besonders gefreut, da dabei Erinnerungen an seine Großmutter Martha Mahr aus Pregarten aufkamen. „Meine Oma, Jahrgang 1897, hat lange Jahre das Herrenbad in Pregarten geführt. Ich war oft bei ihr und habe in der Aist das Schwimmen gelernt“, verriet Mahr. 

Vom BAV bis zum Lasberger Bierfrühling

Seine Tour durch den Bezirk führte den FPÖ-Klububmann zum Bezirksabfallverband, ins Schuhhaus Atteneder, ins Gasthaus zur Jaunitz, in mehrere weitere Firmen und zum Gloflcub St. Oswald. Speziell bei den Betriebsbesuchen betonte Mahr hinsichtlich des Facharbeitermangels die dringliche Notwendigkeit das Image der Lehre aufzupolieren. Den Abschlussdes Bezirksbesuchs  machte ein Abstecher zum Bierfrühling der FPÖ Lasberg, den der freiheitliche Politiker seit langem versprochen hatte. 

„Nicht das Bild der Partei“

Natürlich waren die FPÖ-Vertreter immer wieder mit Reaktionen von ehrenamtlichen Parteifunktionären auf die verfänglichen Ibiza-Aussagen konfrontiert. „Klar, dass viele verärgert sind, die an der Basis seit Jahren für die Partei laufen. Aber ich kann nur immer wieder betonen: Es ist nicht das Bild der Partei, das Strache und Gudenus abgeben, sondern das einzelner Personen. Was passiert ist, ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber ich habe schon öfters Wellentäler mit der Partei durchgemacht und kann nur immer wieder betonen, dass wir in Oberösterreich gute Arbeit abliefern“, so Mahr, der „nicht glücklich“ darüber wäre, wenn Strache sein ihm zustehendes EU-Mandat auch annehmen würde. „Die Optik wäre verheerend.“


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