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BEZIRK FREISTADT. Obwohl mit 1.144 Personen (623 Frauen/521 Männer) noch immer um knapp 50 Prozent mehr auf Arbeitsuche sind als im Juni 2019, sinkt die Arbeitslosenquote im Bezirk auf 3,9 Prozent.

Trotz Kurzarbeit sind im Bezirk die Chancen intakt, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, heißt es beim AMS. Foto: Wodicka

„Von März bis Mai haben wir uns voll auf die Bearbeitung der vielen Kurzarbeitsanträge und die rechtzeitige Auszahlung der Arbeitslosengelder konzentriert. Nun stellen wir wieder die Vermittlung in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten“, sagt der Leiter des AMS Freistadt Alois Rudlstorfer.

Chance auf Arbeit intakt

Dass auch in diesen Zeiten die Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, intakt sind, zeigt die Tatsache, dass derzeit 384 offene Stellen der Freistädter Betriebe beim AMS Freistadt gemeldet sind. Am dringendsten gesucht werden Arbeitskräfte in den Bauberufen (51), im Handel (48), in den technischen Berufen (47) in den Metall- und Elektroberufen (44) und in den Gesundheitsberufen (33).Zusätzlich suchen die Betriebe noch 91 Lehrlinge für die Ausbildung in unterschiedlichen Berufen; u. a. 27 im Handel, je 16 in den Fremdenverkehrs- und holzverarbeitenden Berufen, 15 in den Bauberufen und zwölf in den Metall- und Elektroberufen.

Lehrlinge sind Mangelware

Diesem Lehrplatzangebot stehen nur 55 Jugendliche (27 Mädchen/28 Burschen) aus dem Bezirk gegenüber, die eine Lehre machen wollen. „Da somit schon jetzt klar ist, dass im Herbst bei weitem nicht alle Betriebe des Bezirks ihren Lehrling bekommen, appelliere ich an die Jugendlichen und deren Eltern, zuerst unbedingt das Angebot im Bezirk zu berücksichtigen, bevor eine Lehre in einem anderen Bezirk angestrebt wird. Lange Pendelwege können einem so auf Dauer erspart werden“, sagt Rudlstorfer.

636 Betriebe mit Kurzarbeit

Im Bezirk Freistadt beantragen bis Ende Juni 636 Betriebe für 5.793 Mitarbeiter Kurzarbeit. 142 Betriebe haben bereits einen Antrag auf Verlängerung eingebracht. Davon betroffen sind 1.442 Mitarbeiter. „Wir erwarten, dass viele Beschäftigte bis Ende September in Kurzarbeit sein werden“, sagt Rudlstorfer. Das AMS hat bis Ende Juni bereits 13,2 Millionen Euro Kurzarbeitsbeihilfe ausbezahlt.


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