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GALLNEUKIRCHEN. Ein verheerendes Erdbeben verwüstete im Vorjahr große Teile Nepals. Der Lions Club Gallneukirchen will die Opfer unterstützen und eine Schule wieder aufbauen. Das Projekt wird bei einer Foto-Präsentation am Donnerstag, dem 23. Juni im Pfarrsaal vorgestellt.

  1 / 7   Der Lions Club Gallneukirchen will die Schule im nepalesischen Bergdorf Monjo wieder aufbauen und den Kindern Bildung ermöglichen. alle Fotos: Dietmar Bibl

Erdbeben im April und Mai 2015 forderten in Nepal fast 9000 Todesopfer und viele Schwerverletzte, 800000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt.

„Manche Gebäude werden momentan nur von Stützen gehalten, weil das Geld für die nötigen Bauarbeiten fehlt. Die Situation ist erschütternd“, erzählt Richard Wiesmayr vom Lions Club. Gemeinsam mit Dietmar Bibl und Leo Haider machte er sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation in dem Bergdorf Monjo. „Die Schüler werden derzeit im Freien unterrichtet. Die Schule wurde bei dem Erdbeben komplett zerstört.“

Drei Stunden Fußweg bis zur Schule

80 Prozent der 4000 betroffenen Schulen in Nepal wurden noch nicht wieder aufgebaut. Die Schule im Everestgebiet Monjo war die einzige Schule in der Region. Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren legen oft weite Strecken von bis zu drei Stunden Fußweg zurück, um die Schule zu erreichen. „Wir wollen den Kindern wieder einen normalen Schulbesuch ermöglichen“, sagt Wiesmayr. „Bildung ist eine wichtige Ressource.“ Das Bergdorf Monjo liegt einen Sechs-Tagesmarsch von der nächsten Autostraße entfernt. Das Baumaterial muss mit dem Hubschrauber und auch zu Fuß geliefert werden. Die Arbeiten werden von Bewohnern aus der Region durchgeführt. „Das Fundament muss tief in den Boden verankert werden, um bei weiteren Erdbeben nicht gleich wieder zerstört zu werden. Das ist bei dem massiven Boden im Everestgebiet gar nicht so einfach.“ Die Schule soll nach Plan bereits im nächsten Sommer bezugsfertig sein.

Spenden werden persönlich nach Monjo gebracht

Bei dem Besuch stellten die Lions Club-Mitglieder den persönlichen Kontakt zu den Zuständigen vor Ort her. „Eine unserer Ansprechpersonen ist der Bürgermeister in Monjo. Wir wollen sicherstellen, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wo es hin soll.“ Unterstützt wird das Projekt auch vom Lions Club Bad Aussee, Markus Raich und Manfred Ehrengruber. Raich, der seit vielen Jahren in Nepal als Bergretter tätig ist, wird das gesammelte Spendengeld persönlich nach Monjo bringen.

Herzlicher Empfang

„Wir wurden sehr herzlich empfangen in Nepal, alle waren sehr zuvorkommend und dankbar. Bei den Menschen dort wird der Zusammenhalt groß geschrieben“, schildert Wiesmayr seine Eindrücke. Neben der Besichtigung des zerstörten Schulgebäudes wurde auch ein Empfangsfest für die Gäste aus Gallneukirchen gehalten. „Die Schulen darf man sich nicht wie bei uns vorstellen“, erklärt Wiesmayr. „Die sind sehr einfach gebaut und ausgestattet.“

Der Lions Club Gallneukirchen unterstützt seit sieben Jahren Bedürftige. „Hauptsächlich helfen wir Familien und Einwohnern aus unserer Region“, sagt Wiesmayr. „Der Schulbau in Nepal ist unser erstes internationales Projekt.“

Vortrag und Foto-Show

Genauere Infos und Fotos werden beim Vortrag am Donnerstag, dem 23. Juni im Pfarrsaal in Gallneukirchen geboten. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr. Eintritt: freiwillige Spende


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