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GMUNDEN/OHLSDORF. Ein 63-jähriger Ohlsdorfer stürzte gestern, 10. Jänner, in den Mittagsstunden am Traunstein ab und erlitt dabei tödliche Verletzungen. 

Symbolbild: Weihbold
Symbolbild: Weihbold

Der Mann kletterte gegen 12.30 Uhr allein über den Südwest (SW)-Grat (Schwierigkeit UIAA 3+) in Richtung der Traunstein SW Wand zu den dortig befindlichen Ausstiegen. Aufgrund seiner mitgeführten Ausrüstung (Akkuschrauber mit zwei Akkus, Bohrhaken, Kletterhammer, usw.) dürfte er entweder Routensanierungsarbeiten oder die Einrichtung einer neuen Klettertour in der Wand vorgehabt haben.

„Sanduhr“ brach aus

Gegen 13.50 Uhr seilte sich der Kletterer in der SW- Wand laut Augenzeugen im Bereich der bereits bestehenden Kletterroute „Traunstein Rudi“ (Schwierigkeitsgrad UIAA 7-) im oberen Drittel der Wand ab. Um sich beim Abseilen zu sichern, nutzte er eine “Sanduhr“ - ein natürlich entstandener Felszapfen, um die eine Schlaufe gelegt werden kann. Diese brach jedoch unter der Belastung, und der 63-Jährige stürzte 80 Meter bis zum Wandfuß ab, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog. Die Bergung des tödlich abgestürzten Kletterers führte die Crew des Exekutivhubschraubers Libelle OÖ durch. Weiters waren noch acht Mann des Bergrettungsdienstes der Ortsstelle Gmunden im Einsatz.


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