Raoul Schrott präsentiert Atlas der Sternenhimmel in Bad Ischl
BAD ISCHL. Der Autor und Komparatist Raoul Schrott stellt auf Einladung der Bad Ischler Bibliothek in Kooperation mit dem Verein Literaturschiff seinen „Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit“ vor. Mit diesem Werk eröffnet er einen neuen Blick auf die Menschheitsgeschichte und deren kulturelle Ursprünge.

„In einer Zeit vor der Schrift war unser Sternenhimmel ein Kino der Nacht“, erklärt Schrott. Der Atlas vereint 17 Sternenhimmel von allen Kontinenten, von den Ägyptern bis zu den australischen Aborigines, aus China, Indien und Tahiti, von den Inuit, Buschleuten und den Tuareg. Bekannte Sternbilder zeigen sich dabei in völlig neuen Deutungen. Der Große Wagen war für die Maya ein göttlicher Papagei, für die Inka der einbeinige Gott des Gewitters, für die Inuit ein Elch und für die Araber eine Totenbahre.
Mythen im Spiegel der Kulturen
Schrott fügt diese Sternensagen zu einem Epos, das die frühen Vorstellungen der Menschheit sichtbar macht. Mit ihrer Fantasie haben Menschen in den Sternen Kunstwerke geschaffen, die bis heute kulturelle Identität stiften. Der Band macht deutlich, wie sich Weltbilder formten und welche Bedeutung die Himmelsbilder für Religion, Mythos und Geschichte hatten.
Lesung und Karten
Die Lesung mit anschließendem Gespräch findet am Freitag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr im Pfarrheim Bad Ischl, Auböckplatz 6c, statt.Tickets sind in der Bibliothek Bad Ischl, in der Trinkhalle und bei der Salzkammerguttouristik erhältlich sowie online über ticketing.salzkammergut.at und kupfticket.com.


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