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Tips-Zeitreise KW 6 - 2006 Ärger über ''hundsmiserable'' Disziplin in Gmunden

Daniela Toth, 09.02.2016 08:37

GMUNDEN. Blättert man in den Tips der vergangenen 30 Jahre, entdeckt man immer wieder Berichte, die auch heute noch erstaunlich aktuell sind. So ging es vor genau zehn Jahren in der Gmundner Tips um jene Minderheit der Hundebesitzer, deren „hundsmiserable“ Disziplin bei vielen für Ärger sorgt. Es gab bereits die ersten „Gassisackerl-Spender“ - und auch über Freilaufzonen wurde bereits nachgedacht.

Leinenpflicht für Hunde - eine wiederkehrende Diskussion Foto: Weihbold
  1 / 2   Leinenpflicht für Hunde - eine wiederkehrende Diskussion Foto: Weihbold

„Verschreckte Läufer, ängstliche Eltern, verschmutzte Rasenflächen“ - mit Beschwerden wie diesen würden sich die Bürger häufig an ihn wenden, so der damalige Bürgermeister Heinz Köppl. Viele Hundebesitzer würden das Gesetz einfach ignorieren und auf Leine oder Beißkorb verzichten, obwohl dies im Ortsgebiet, aber auch auf Kinderspielplätzen, vor Kindergärten und Schulen, an Bushaltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Parks und bei größeren Menschenansammlungen Pflicht sei. Auch der Hundekot auf Gehsteigen und Plätzen erwies sich als Problem: „Gerade im Toscanapark sind zahlreiche Hundebesitzer Grund zum Ärgern für Jogger, Mütter und Spaziergänger, die in die „Hinterlassenschaften“ der Vierbeiner gestiegen sind“, so Köppl.

Um den Hundebesitzern die Entfernung des Hundekots zu erleichtern, gab es 2006 - laut Tips-Bericht - bereits ganze fünf Spendenboxen für Gassisackerl. Der Preis betrug 20 Cent pro Säckchen. Besserung war jedoch in Sicht: “Im Frühjahr werden 20 weitere „Säckchenboxen“ angekauft, aus denen die Hundebesitzer die Sackerl entnehmen können - und zwar gratis“, kündigte die Tips an.

Seit 2006 hat sich viel getan: Vier Freilaufflächen und 51 „Sackerlspender“

Heute stehen den rund 500 Gmundner Hundebesitzern an 51 Stellen derartige Spender zur Verfügung. Diese werden laut Auskunft der Stadtgemeinde Gmunden auch fleißig genutzt, allerdings ersucht man, die Säckchen nach Gebrauch in den Müll zu werfen und nicht in der Natur zu entsorgen, da sie nicht kompostierbar sind und ansonsten jahrelang nicht verrotten. Und auch ein weiteres Manko aus 2006 ist behoben: Damals wurde über die Errichtung von Freilaufflächen nachgedacht, mittlerweile gibt es im Stadtgebiet deren vier.

Der Artikel in den Tips 2006 endet mit einem Appell Heinz Köppls: „Gerade als Hundebesitzer wünsche ich mir, dass sich alle Hundeliebhaber an die Spielregeln für ein funktionierendes Miteinander halten. Sonst bringt man Hunde und Frauerl oder Herl unnötig in Verruf.“


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