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GMUNDEN. In Österreich gibt es 99 Klima- und Energiemodellregionen, die den Weg in Richtung Energieautarkie aufzeigen. Auch der nördliche Teil des Bezirks ist eine solche KEM, die Energie effizienter nutzen und Vorzeigeprojekten für erneuerbare Energien mehr Öffentlichkeit verschaffen will.

Christian Hummelbrunner und Horst Gaigg mit einer von 24 Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, die die KEM Traunstein bisher realisiert hat. Foto: KEM

Zwar nicht geheim, jedoch von der breiten Öffentlichkeit kaum beachtet werden in der Region bereits viele innovative Projekte umgesetzt,. „Diese oft gemeindeübergreifenden Musterprojekte werden als Modelle beschrieben und können so von anderen Regionen einfacher nachgemacht werden. Bisher kennen in der Region die KEM nur die Schulen und Gemeinden, weil wir mit ihnen bereits viele Projekte umgesetzt haben“, so Horst Gaigg, Geschäftsführer der KEM Traunstein. Standen zu Beginn eher die Analyse von Einsparmöglichkeiten bei öffentlichen Gebäuden und Energieverbrauchsmessungen in einzelnen Haushalten sowie deren Auswertung am Programm, so ging man in den vergangenen Monaten intensiv in die Umsetzung von konkreten Projekten.

24 große Photovoltaikanlagen auf Gemeindebauten errichtet

„Das bisher wohl auffälligste Projekt war vermutlich die Photovoltaikaktion für Gemeindebauten bei der 24 große PV-Anlagen auf Gemeindegebäuden in der Region umgesetzt wurden“, ist Gaigg stolz auf die erfolgreiche Teilnahme. Immerhin konnten so ca. 2930 Quadratmeter an Photovoltaikzellen mit einer Leistung von mehr als 440 kW auf den ungenützten (kommunalen) Dachflächen installiert werden.

Schnuppertickets – gratis mit der Bahn nach Linz

Eine von vielen Konsumenten bereits gut genutzte Aktion ist das „Schnupperticket Sharing“ im Bezirk. „Nach der Anmeldung bei den teilnehmenden Gemeinden kann man mit dem Verkehrsverbund-Schnupperticket beispielsweise kostenlos nach Linz fahren“, erklärt Gaigg. Diese Tickets wurden in den Gemeinden Gmunden, Kirchham, Pinsdorf, Vorchdorf, Altmünster und Ebensee zum Teil äußerst gut angenommen. „Ziel der Gratistickets ist es, den Mibürgrgern die Scheu von der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu nehmen“, sagt Josef Pesendorfer, der die Tickets der Gemeinde Altmünster vergeben hat.

Projekt Kleinwasserkraft und Klimaschulen

Im Zuge der Potentialerhebung zur Kleinwasserkraftnutzung erhob man in sieben Gemeinden die Potentiale ungenutzter Staustufen zur Stromgewinnung. Der Bau eines Kraftwerks in Vorchdorf war zudem Anlass, um ein Info-Heft zu diesem Thema zu gestalten und als Lehrbuch aufzulegen. „Wir alle brauchen täglich Strom und dieser sollte möglichst nachhaltig und regional produziert werden. Wie dies vonstatten geht beschreibt diese Broschüre, die im Zuge des Klimaschulen-Projektes umgesetzt wurde“, berichtet Energieexperte Christian Hummelbrunner, der die Umsetzung begleitet hat.

Das Projekt Klimaschulen mit den Neuen Mittelschulen in Vorchdorf, Altmünster, Gmunden Traundorf und der Volksschule Vorchdorf war ebenfalls erfolgreich. Neben der Jugendenergiesparmesse und zahlreichen Bildungsmaßnahmen wurden auch gemeinsam zwei Lehr- bücher gestaltet, die nun sogar österreichweit angefordert werden. Die oben genannte Broschüre mit dem Namen „Ein Kleinwasserkraftwerk entsteht“ beschreibt die Umsetzung von der Idee bis zur Inbetriebnahme des neuen Kraftwerkes, die Broschüre Energieeffizienz im Haushalt schildert anschaulich, dass es kinderleicht ist, Energie einzusparen bzw. effizienter einzusetzen.

Energiemonitoring

Die KEM Traunsteinregion bietet ihren Mitgliedsgemeinden auch ein sogenanntes Energieverbrauchsmonitoring, bei dem der Verbrauch erfasst, entsprechende Kennwerte ermittelt und Einsparungen umgesetzt werden.


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