Glimpfliche Ausgang einer neuerlichen Kenterung im Traunsee
GMUNDEN. Durch eine hohe Welle kippte gestern gegen Mittag das Boot des Wassersportlers in der Nähe des Toscanaparks um. Der Insasse konnte rasch geborgen werden. Am Wochenende hatte ein Bootsfahrer weniger Glück: Er konnte nach einer umfangreichen Suchaktion nur mehr tot aufgefunden werden.

An der Suchaktion am Wochenende waren die Wasserrettungen Ebensee und Traunkirchen, die freiwillige Feuerwehr Traunkirchen und Altmünster, 50 Taucher der Feuerwehr, Taucher des EKO-Cobra und der Polizeihubschrauber beteiligt. Der Tote konnte schließlich im Nahbereich der sogenannten „Viechtaubucht“ in einer Tiefe von acht Metern am Seegrund gesichtet werden. Weiters wurde das benutzte Ruderboot geborgen. Es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Die genaue Unfallursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Wasserrettung warnt: Gefahr durch niedrige Wassertemperaturen
Trotz des bereits sommerlichen Wetters sind die Wassertemperaturen noch niedrig. Die großen Salzkammergutseen haben derzeit nur 11 bis 13 Grad. Die kleineren Badeseen sind schon etwas wärmer, so bringt es z.B. der Pleschingersee bei Linz auf 18 Grad. Bei diesen niedrigen Temperaturen erhöht sich beim Schwimmen die Krampfanfälligkeit und die Kräfte werden rasch aufgebraucht. Bei einem Sprung oder Sturz in kaltes Wasser kann es zu einem reflexartigen Einatmen unter Wasser kommen.
Wer sich zur Erfrischung trotzdem bereits ins Wasser wagt, sollte sich unbedingt langsam abkühlen um Kreislaufprobleme zu vermeiden. Ein rascher Wechsel zwischen hohen Luft- und niedrigen Wassertemperaturen belastet den Körper besonders. Ein Sicherheitstipp, der die ganze Badesaison wichtig ist, sollte derzeit besonders berücksichtigt werden: Lieber parallel zum Ufer schwimmen als Richtung Seemitte um bei Problemen selbst rascher ans Ufer zu gelangen und leichter und rascher Hilfe durch andere zu erhalten.


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